Mammut

    Riesiges Mammut-Skelett im Hessischen Landesmuseum zu sehen

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    Deutschland,

    Es ist ein wuchtiges Skelett mit einer besonderen Geschichte. Es sind die ersten museal aufbereiteten Überreste eines Grosssäugers - und sie sind nun wieder öffentlich zu sehen. Eine Ausstellung in Darmstadt widmet sich dem Vorfahren des Elefanten.

    Das Skelett des Mammuts «Peale's Mastodon» ist Mittelpunkt der Ausstellung «American Heiner» im Landesmuseum Darmstadt.
    Das Skelett des Mammuts «Peale's Mastodon» ist Mittelpunkt der Ausstellung «American Heiner» im Landesmuseum Darmstadt. - Andreas Arnold/dpa

    Einst war es eine Sensation für die Wissenschaft, und es hat lange Reisen hinter sich: Ab diesem Freitag (25. März) ist nach mehr als zwei Jahren das Mastodon wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

    Das Landesmuseum in Darmstadt widmet dem ersten weltweit museal aufbereiteten Riesenskelett des Elefantenvorfahren (Mammut americanum) eine multimediale Ausstellung über die Geschichte des Tieres und der Wissenschaft.

    «Man hatte das erste Mal den Gedanken, dass Tiere ausgestorben sein könnten», sagte Museumsdirektor Martin Faass über das 1801 entdeckte fossile Tier. Die Ausstellung «American Heiner. Ein Mammut macht Geschichte» ist von Freitag an bis zum 19. Juni im Landesmuseum zu sehen.Ausstellung zeigt gesamte Geschichte des Mastodons

    Der Fund habe die Wissenschaft angeregt, sich neue Gedanken zu machen. «Es ist eine Sensation in der Geschichte der Paläontologie», sagte Faass. Charles Darwins Evolutionstheorie sei ja erst viel später entstanden. Knochen oder Kiefer und Zähne von Mastodons seien schon vorher entdeckt worden. «Aber man wusste nicht, was es ist», sagte Kurator Oliver Sandrock. Die Ausstellung zeigt nun die gesamte Geschichte mit Video-Clips, Comicstrips, Gemälden, Knochenfunden oder auch einem Modell, wie das Mastodon vor rund 14.000 Jahren im Schlamm versinkt.

    Die Geschichte des Skeletts ist eng mit den Namen seines Entdeckers Charles Willson Peale, dem amerikanischen Präsidenten Thomas Jefferson oder auch dem deutschen Naturforscher Alexander von Humboldt verbunden. Das Skelett war im Januar 2020 an das Smithsonian American Art Museum über Humboldt in Washington verliehen worden. Wegen der Corona-Pandemie konnte es nicht zum geplanten Zeitpunkt nach Darmstadt zurücktransportiert werden.Mammut-Skelett kommt 1854 nach Darmstadt

    Über Umwege kam das Skelett auch im 19. Jahrhundert in die südhessische Stadt. Von Amerika führte der Weg über Paris, London dann schliesslich nach 1854 nach Darmstadt. Nach Sandrocks Worten für umgerechnet 17.000 Euro.

    Die riesigen Tiere mit einer Schulterhöhe von bis zu drei Metern lebten einst in Nordamerika. Das Mastodon ist trotz der wissenschaftlichen Bezeichnung «Mammut americanum» nicht mit dem zotteligen Wollhaarmammut verwandt.

    Der Name der Ausstellung «American Heiner» ist zum einen ein Hinweis auf den Fundort des Mastodons in den USA und zum anderen auf das Landesmuseum als Besitzer in Darmstadt. «Heiner» nennen sich alteingesessene Darmstädter.

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