Online-Auktionen und digitale Kunst haben den Markt für zeitgenössische Kunst angekurbelt.
Basquiat-Auktion
Basquiat-Auktion - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Online-Auktionen und digitale Kunst mischen den Markt auf.

Im vergangenen Jahr wurde bei Auktionen für zeitgenössische Kunst ein Rekorderlös von 2,7 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Dollar) erzielt, wie das auf Kunstmärkte spezialisierte französische Unternehmen Artprice am Montag in Paris mitteilte. Besonders begehrt seien digital geschützte virtuelle Werke (NTFs), die bereits ein Drittel der Online-Aktionen ausmachen.

So habe der US-Künstler Beeple ein digitales Werk im März für knapp 70 Millionen Dollar an einen indischen Unternehmer verkauft. Dies soll der dritthöchste Preis gewesen sein, den je ein lebender Künstler erzielt hat. Der Graffiti-Künstler Banksy habe für 380.000 Dollar ein digitales Werk namens «Schwachköpfe» (Morons) verkauft: Es zeigt eine Auktion, auf der ein Gemälde mit dem Satz zu sehen ist: «Ich kann nicht glauben, dass Ihr Schwachköpfe diesen Mist tatsächlich kauft.»

Beim Umsatz der Auktionen habe China mit 40 Prozent die USA inzwischen überholt, die nur noch 32 Prozent des Umsatzes ausmachen. An dritter Stelle liegt Grossbritannien mit 16 Prozent. Der am teuersten gehandelte zeitgenössische Künstler ist nach Angaben von Artprice der 1988 gestorbene US-Künstler Jean-Michel Basquiat, dessen Werke im vergangenen Jahr etwa 93 Millionen Dollar erzielten.

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