Regisseur Panahi trotz Haftdrohung zurück im Iran

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Iran,

Der renommierte iranische Filmemacher Jafar Panahi ist trotz des Krieges und einer drohenden Haftstrafe in den Iran zurückgekehrt. Wie die Tageszeitung «Hammihan» weiter berichtete, reiste der 65-Jährige auf dem Landweg über die türkische Grenze ein.

ARCHIV - Der iranische Regisseur Jafar Panahi bei der Verleihung des 38. Europäischen Filmpreises in Berlin (Archivbild). Foto: Fabian Sommer/dpa
ARCHIV - Der iranische Regisseur Jafar Panahi bei der Verleihung des 38. Europäischen Filmpreises in Berlin (Archivbild). Foto: Fabian Sommer/dpa - Keystone/dpa/Fabian Sommer

Ein Revolutionsgericht hatte Panahi im Dezember vergangenen Jahres in Abwesenheit zu einem Jahr Haft verurteilt. Zudem erhielt er ein zweijähriges Reiseverbot sowie ein Verbot, politischen oder sozialen Organisationen beizutreten.

Die Anklage lautete auf «Propaganda gegen das System». Als Beweis führte das Gericht vor allem Panahis jüngsten, heimlich gedrehten Film «Ein einfacher Unfall» an. Das Werk gewann im Jahr 2025 die Goldene Palme der Filmfestspiele von Cannes. Er wurde ausserdem bei den Golden Globes und den Oscars in diesem Jahr nominiert.

In dem fiktiven Drama trifft ein ehemaliger Gefängnisinsasse durch einen Autounfall auf seinen mutmasslichen früheren Peiniger. Er entführt ihn und führt den Gekidnappten anderen ehemaligen politischen Häftlingen vor. Der Film handelt von Rachegelüsten und Fragen nach Gerechtigkeit.

Panahi war von Juli 2022 bis Februar 2023 im Iran inhaftiert. Seit Jahren unterliegt er Einschränkungen bei seiner beruflichen Tätigkeit und Reisen.

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