Razzien gegen rechtsextremen Verlag in mehreren Ländern
In mehreren Teilen Deutschlands sowie in Spanien und Polen laufen aktuell Razzien wegen eines rechtsextremen Verlags, der antisemitische Bücher verbreitet haben soll.

Das sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in der deutschen Stadt Karlsruhe (Baden-Württemberg) und kündigte weitere Informationen im Tagesverlauf an. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) hatte darüber berichtet.
Polizeieinsätze gibt es dem Sprecher zufolge in den deutschen Bundesländern Baden-Württemberg, Brandenburg, Sachsen, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Konkrete Orte nannte er zunächst nicht. Unklar war zunächst auch, ob es Festnahmen gab.
Es geht nach Angaben des Sprechers um den Vorwurf, dass die Beschuldigten in 488 Fällen gemeinschaftlich volksverhetzende Druckwerke von 2022 bis 2024 hergestellt, verbreitet, geliefert und vorrätig gehalten hätten. Laut rbb stehen sechs Männer und zwei Frauen deutscher Herkunft im Fokus der Ermittler. Darunter seien zwei Druckereibesitzer, ein Grafiker, ein IT-Spezialist und der Besitzer eines Business-Centers.
In Polen lassen die Ermittler laut rbb per Amtshilfe eine Druckerei und in Spanien eine Lagerhalle sowie Privat- und Firmenräume durchsuchen. Es gehe um einen Verlag mit Onlineversand, der seit mindestens zehn Jahren rund 100 Nachdrucke von antisemitischen Büchern und Schriften aus der Zeit des Nationalsozialismus sowie rassistische und den Holocaust leugnende Veröffentlichungen verbreitet, deren Vertrieb in Deutschland verboten ist.










