Putin nennt Bedingungen für Frieden in Ukraine

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    Russland,

    Kremlchef Putin äussert sich bei einer grossen Pressekonferenz in Moskau zu den Bedingungen für Frieden in der Ukraine.

    Der russische Präsident Wladimir Putin spricht auf seiner jährlichen Pressekonferenz in Moskau. Foto: Alexander Zemlianichenko/AP/dpa
    Der russische Präsident Wladimir Putin spricht auf seiner jährlichen Pressekonferenz in Moskau. Foto: Alexander Zemlianichenko/AP/dpa - sda - Keystone/Pool AP/Alexander Zemlianichenko

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wladimir Putin stellt sich heute den Fragen seiner Bürger.
    • Unter anderem sagte er, was es brauche, damit der Ukraine-Krieg endet.
    • Er fordert eine Entmilitarisierung sowie einen Verzicht auf den Nato-Beitritt der Ukraine.

    Kremlchef Wladimir Putin sieht für seinen Krieg gegen die Ukraine alle bisherigen Ziele weiter in Kraft. Bedingung für einen Frieden sei der neutrale Status des Landes – also der Verzicht auf die Nato-Mitgliedschaft – und die Entmilitarisierung des Nachbarlandes, sagte Putin am Donnerstag bei einer grossen Pressekonferenz in Moskau.

    Beobachter sahen dies als Angebot an den Westen mit der Aufforderung an die Ukraine, im Krieg zu kapitulieren. «Der Frieden kommt dann, wenn wir unsere Ziele erreicht haben», sagte Putin.

    Glauben Sie, dass der Ukraine-Krieg bald endet?

    Zugleich sagte Putin, dass für den Krieg keine neue Teilmobilmachung nötig sei. Die Zahl der Freiwilligen werde bis Jahresende bei einer halben Million Vertragssoldaten liegen, täglich kämen 1500 hinzu.

    «Sie kämpfen ausgezeichnet»: Lob von Putin

    Putin lobte indes, dass die nach der umstrittenen Teilmobilmachung im vergangenen Jahr eingezogenen 300'000 Soldaten hervorragende Ergebnisse hervorbrächten. «Sie kämpfen ausgezeichnet», sagte der 71-Jährige.

    Einmal mehr sprach er auch vom Ziel einer «Entnazifizierung» der Ukraine. Als Beispiele nannte Putin die Verehrung für den Nazi-Kollaborateur Stepan Bandera und den Fall eines Ukrainers, der im Zweiten Weltkrieg aufseiten der Nazis gekämpft hatte und im kanadischen Parlament im Beisein von Präsident Wolodymyr Selenskyj mit stehenden Ovationen bedacht wurde. Der Parlamentspräsident in Kanada musste danach zurücktreten.

    Erste TV-Äusserung seit Beginn der Invasion

    Putin hielt nach einer kriegsbedingten Pause im Vorjahr erstmals wieder eine grosse Pressekonferenz ab. Die Fragerunde für Journalisten wurde als Medienspektakel des Staatsfernsehens mit der TV-Show «Der direkte Draht», bei der Bürger ihre Probleme schildern können, zur Sendung «Ergebnisse des Jahres» verknüpft.

    Die Aufmerksamkeit für das mediale Grossereignis ist nicht nur wegen Putins vernichtenden Angriffskrieges gegen die Ukraine gross. Es ist das erste Mal seit Beginn der Invasion, dass er sich in einem solchen TV-Format äussert. Der Kremlchef will am 17. März auch zum fünften Mal zum Präsidenten gewählt werden. Dafür hatte er eigens die Verfassung ändern lassen.

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