Putin in der Mongolei: Ukraine fordert Konsequenzen

    Keystone-SDA
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    Mongolei,

    Die Ukraine kritisiert die Mongolei, weil sie den russischen Präsidenten empfängt. Gegen den gilt ein internationaler Haftbefehl – den die Mongolei ignoriert.

    Putin in Kysyl
    Kremlchef Wladimir Putin besucht ungeachtet des Haftbefehls wegen mutmasslicher Kriegsverbrechen in der Ukraine Russlands Nachbarland Mongolei. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wladimir Putin ist in der Mongolei empfangen worden.
    • Die Ukraine stört sich daran und sagt, dass Putin hätte verhaftet werden sollen.
    • Kiew fordert, dass das Land deswegen bestraft wird.

    Die Ukraine hat die Regierung der Mongolei wegen des Empfangs des russischen Präsidenten Wladimir Putin kritisiert und Folgen für das Land gefordert. Die Mongolei habe geholfen, dass der wegen des Verdachts von Kriegsverbrechen in der Ukraine gesuchte Putin der Strafjustiz entkomme, teilte der Sprecher des Aussenministeriums, Heorhij Tychyj, in Kiew mit. Damit mache sich das Land mitverantwortlich für Putins «Kriegsverbrechen». Putin traf am Montagabend in dem Land ein.

    «Wir werden mit unseren Partnern zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass dies Konsequenzen für Ulan Bator hat», sagte Tychyj. «Das Versäumnis der mongolischen Regierung, den verbindlichen Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshof gegen Putin zu vollstrecken, ist ein schwerer Schlag für den Internationalen Strafgerichtshof und das internationale Strafrechtssystem», teilte der Aussenministeriumssprecher bei X mit.

    Der Haftbefehl gilt seit März vergangenen Jahres im Zusammenhang mit Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine. Putin ist nach Ansicht der Behörde für die Verschleppung ukrainischer Kinder nach Russland verantwortlich.

    Der Kremlchef will sich an diesem Dienstag mit dem mongolischen Präsidenten Uchnaagiin Chürelsüch treffen, auf dessen Einladung er in dem Land ist. Die Nachbarn wollen ihre Zusammenarbeit ausbauen.

    Kreml bleibt gelassen

    Russlands Nachbar erkennt den Strafgerichtshof an und müsste den Kremlchef bei dessen Aufenthalt in Ulan Bator eigentlich festnehmen. Moskau sieht wegen der freundschaftlichen Beziehungen beider Länder keine Gefahr für Putin, wie Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärt hatte. Es ist Putins erste Reise seit Beginn seines Angriffskrieges gegen die Ukraine in ein Land, das Mitglied des Gerichts in Den Haag ist.

    Sollte die Mongelei bestraft werden, weil Putin nicht verhaftet wurde?

    Die Mongolei bemüht sich um ein ausgewogenes Verhältnis zu den mächtigen Nachbarn China und Russland sowie zum Westen. Weil die Mongolei auch von Russlands Rohstoffen abhängig ist, gilt es als unwahrscheinlich, dass das Land die Beziehungen durch eine Festnahme Putins gefährdet. Putin will mit seiner Reise auch zeigen, dass er trotz des Krieges auf internationaler Bühne nicht isoliert ist.

    Kommentare

    User #4542 (nicht angemeldet)

    Man könnte ja man genauer prüfen, woher der V. S. sein Vermögen hat. Dann müsste man ihn vermutlich auch verhaften.

    User #5816 (nicht angemeldet)

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