Prozess gegen Reserveoffizier wegen Spionage für Russland ab 11. August

AFP
AFP

Deutschland,

Im Fall eines unter dem Verdacht der Spionage für Russland stehenden Reserveoffiziers der Bundeswehr beginnt am 11. August die Hauptverhandlung.

Schriftzug Justitia
Schriftzug Justitia - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Mann soll von 2014 bis 2020 Informationen weitergegeben haben.

Das Oberlandesgericht Düsseldorf liess die Anklage der Bundesanwaltschaft gegen den 65-jährigen Ralph G. zu und setzte zunächst 20 Verhandlungstage bis Mitte Dezember an, wie das Gericht am Montag mitteilte.

Der aus Erkrath stammende G. soll einem russischen Geheimdienst zwischen 2014 und 2020 Dokumente und Informationen zugespielt haben. Er soll stellvertretender Leiter eines Kreisverbindungskommandos gewesen sein und mehreren Ausschüssen der deutschen Wirtschaft angehört haben. Laut Bundesanwaltschaft verschaffte G. Russland Einblicke in die deutsche Wirtschaft, etwa zu den Folgen der im Jahr 2014 gegen Russland verhängten Sanktionen und zur geplanten Gaspipeline Nord Stream 2.

Ausserdem soll er Informationen über das Reservistenwesen der Bundeswehr und die zivil-militärische Zusammenarbeit geliefert haben. Zudem soll G. dem Geheimdienst persönliche Daten von ranghohen Bundeswehrmitgliedern und Angehörigen der deutschen Wirtschaft gegeben haben, auch ihre privaten Kontaktdaten.

Auch einen Überblick über die Sicherheits- und Verteidigungspolitik der USA und ihrer westlichen Verbündeten soll er seinen Ansprechpartnern verschafft haben. Im Gegenzug für seine Spitzeltätigkeit soll G. Einladungen zu Veranstaltungen russischer Regierungsstellen erhalten haben.

Weiterlesen

sbb
21 Interaktionen
SBB und Swisscom
Iran
484 Interaktionen
Iran-Krieg

MEHR IN NEWS

Teheran
2 Interaktionen
Wegen Iran-Krieg
Pratteln BL
Pratteln BL
Felswand
Jura
51 Interaktionen
Bern

MEHR AUS DEUTSCHLAND

8 Interaktionen
Wismar/Schwerin
15 Interaktionen
Sexualisierte Gewalt
Polizei
1 Interaktionen
Bei Nürnberg
Ostsee-Wal
74 Interaktionen
«Ist frei genug»