Prominente und Wissenschaftler gegen «massive Hochrüstung»

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    Russland,

    Margot Kässmann, Katja Riemann, Bela B und andere sprechen sich gegen das Milliarden-Programm für die Bundeswehr aus. Hochrüstung werde «das Sterben in der Ukraine» nicht beenden, heisst es in einem Appell.

    Nach den Plänen der Bundesregierung sollen der Bundeswehr in den kommenden Jahren 100 Milliarden Euro zufliessen.
    Nach den Plänen der Bundesregierung sollen der Bundeswehr in den kommenden Jahren 100 Milliarden Euro zufliessen. - Sebastian Gollnow/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mit einem öffentlichen Appell wenden sich Prominente, Wissenschaftler und Politiker gegen das geplante 100 Milliarden Euro schwere Sonderprogramm für die Bundeswehr.

    Die Regierung von SPD, Grünen und FDP plane mit Unterstützung der CDU/CSU die «grösste Aufrüstung Deutschlands seit Ende des Zweiten Weltkriegs». Zu den Unterzeichnern gehören die Theologin Margot Kässmann, die Schauspielerinnen Katja Riemann und Corinna Harfouch, die Musiker Sebastian Krumbiegel und Bela B sowie der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele und der Linke-Abgeordnete Gregor Gysi.

    Weiter heisst es in der Erklärung: «Die auf Jahrzehnte geplante Hochrüstung beendet das Sterben in der Ukraine nicht, macht unsere Welt nicht friedlicher und nicht sicherer. Wir können sie uns im Namen der Zukunft nicht leisten.» Sie helfe auch den Menschen in der Ukraine nicht. Die neuen Waffen würden die Ukraine in ihrem Kampf und Recht auf Selbstverteidigung nicht unterstützen.«Putin trägt die volle Verantwortung für die Toten»Schon jetzt überstiegen die Verteidigungsausgaben aller 30 Nato-Staaten Russlands Ausgaben um fast das Zwanzigfache. «Die Anschaffung von konventionellen Waffen wie Kampfflugzeugen und bewaffnungsfähigen Drohnen als Abschreckung unter atomaren Militärblöcken ist sinnlos.»

    Zugleich wird in dem Appell Russlands Präsident Wladimir Putin für den Krieg verantwortlich gemacht. «Dieser Krieg ist durch nichts zu rechtfertigen. Putin trägt die volle Verantwortung für die Toten und die Menschen auf der Flucht.»

    Weiter heisst es: «Dieser Krieg und die fürchterlichen Bilder der Toten und Zerstörungen in der Ukraine können jedoch eine radikale Kursänderung in der deutschen Aussenpolitik und die höchste Steigerung der deutschen Rüstungsausgaben seit dem Zweiten Weltkrieg - gar durch eine Grundgesetzänderung - nicht rechtfertigen.»

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