Schauspielerin Marina Vlady stirbt im Alter von 88 Jahren
Marina Vlady ist tot. Die französisch-russische Schauspielerin starb mit 88 Jahren und hinterlässt mehr als 80 Filme.

Die französisch-russische Schauspielerin Marina Vlady ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Ihre Familie bestätigte den Tod am Donnerstag, dem 24. September 2026, schreibt der «Deutschlandfunk Kultur».
Vlady starb laut der «Krone» zu Hause im Kreis ihrer Angehörigen und ihrer Tiere. Ihre Kinder erklärten, sie habe ein langes, schönes und erfülltes Leben gehabt.
Marina Vlady wurde am 10. Mai 1938 als Catherine Marina de Poliakoff-Baïdaroff in Clichy geboren. Ihre Eltern waren russische Künstler im französischen Exil, berichtet «Nachrichten.fr».
Vom Kinderstar zur gefeierten Schauspielerin
Bereits mit zehn Jahren stand Vlady erstmals vor der Kamera und trat im Ballett der Pariser Oper auf. In den 1950er-Jahren spielte sie zudem in französischen, italienischen und deutschen Produktionen.
Ihren Durchbruch schaffte Vlady mit André Cayattes Jugenddrama «Vor der Sintflut». Wenig später wurde sie durch «Die blonde Hexe» einem grösseren Publikum bekannt, so der «Deutschlandfunk Kultur».
Im Verlauf ihrer Karriere arbeitete Vlady mit zahlreichen bedeutenden europäischen Regisseuren zusammen. Dazu gehörten Jean-Luc Godard, Chris Marker, Orson Welles und Bertrand Tavernier.
Marina Vlady arbeitete mit den Grossen des europäischen Kinos
Auch André Cayatte, Jean Delannoy und Ettore Scola gehörten zu den Regisseuren ihrer langen Laufbahn. «Nachrichten.fr» nennt zudem Jacques Rouffio als späteren Regisseur einer ihrer Produktionen.
1961 übernahm Vlady die Titelrolle in Jean Delannoys «Die Prinzessin von Clèves». Zwei Jahre später spielte sie in Marco Ferreris «Le Lit conjugal» und erhielt dafür einen Darstellerpreis in Cannes.
1967 war Vlady in Jean-Luc Godards «Zwei oder drei Dinge, die ich von ihr weiss» zu sehen. Später arbeitete sie unter anderem mit Bertrand Tavernier und weiteren europäischen Filmemachern.
Von der Schauspielerin zur Autorin
Neben dem Film arbeitete Vlady auch als Sängerin und Schriftstellerin. Nach mehr als 80 Filmen widmete sie sich zunehmend dem Schreiben, wie der «Deutschlandfunk Kultur» berichtet.
Besonders bekannt wurde ihre Ehe mit dem russischen Dichter und Protestsänger Wladimir Wyssozki. Vlady widmete ihm ihr Buch «Eine Liebe zwischen den Welten», das 1991 auf Deutsch erschien.

Wyssozki starb 1980, berichtet «Deutschlandfunk Kultur». Vlady schrieb später weitere Bücher und blieb auch durch ihre literarische Arbeit öffentlich präsent.
















