Tödliche Bärenangriffe in Russland - Ermittler schreiten ein

    Keystone-SDA
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    Russland,

    Nach einer Reihe tödlicher Vorfälle mit Bären in Sibirien haben regionale Ermittler ein Strafverfahren wegen Fahrlässigkeit eingeleitet.

    Bär
    Der Bär ist das Maskottchen Russlands. . - pixabay

    Sechs Tote im Zusammenhang mit Bärenangriffen zählt die für das Gebiet Krasnojarsk zuständige Behörde allein im September in der Region. Trotz zahlreicher Warnungen hätten Verantwortliche im regionalen Umweltministerium und an anderen Stellen keine Massnahmen ergriffen, um den Bestand der Raubtiere zu regulieren und ihr Erscheinen in bewohnten Gebieten zu unterbinden, hiess es in einer Mitteilung.

    Der Braunbärenbestand habe sich auf inzwischen mehr als 26.000 Tiere in dem Gebiet vergrössert, erklärte das Ermittlungskomitee. Einwohner der Region reichten demnach mehr als 120 Meldungen ein, denen zufolge Braunbären in Ortschaften auftauchten.

    Viele Braun- und Eisbären in Russland

    In dem flächenmässig grössten Land der Erde leben viele Braun- und Eisbären. Immer wieder kommt es bei Begegnungen mit ihnen zu Angriffen der Tiere auf Menschen, teilweise mit tödlichem Ausgang. Seit Wochen gibt es beinahe täglich Berichte über Bärenangriffe in verschiedenen Regionen Russlands.

    Schon Mitte August wurde etwa eine 29-jährige Camperin von einem Bären aus ihrem Zelt gerissen und getötet. Bei einem der Angriffe im Gebiet Krasnojarsk kamen zwei Pilzsammlerinnen ums Leben. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass zählt inzwischen 17 solcher tödlichen Begegnungen.

    Auch in sozialen Medien gibt es zahlreiche Videos, in denen Menschen ihre Sorge vor Bären beschreiben. Ausserdem kursieren Videos, die die Wildtiere in bewohntem Gebiet auf Strassen, in Gärten und auch in Gebäuden zeigen.

    Verschiedene mögliche Ursachen

    Behörden führen das gehäufte Auftreten der eigentlich menschenscheuen Tiere auf verschiedene mögliche Ursachen zurück. Die beim Umweltministerium auch für Bestandsregulierung zuständige Direktorin Tatjana Aramilewa sagte gegenüber Tass, dass im Föderationskreis Sibirien von einem vollständigen Ausfall von Futter ausgegangen werden müsse.

    Futtermangel, illegale Mülldeponien und auch Versuche, Wildtiere zu füttern, könnten die Bären in die Nähe von bewohntem Gebiet bringen, sagte sie. Im Herbst vor der Winterruhe ist der Nahrungsbedarf bei Braunbären besonders hoch. Zudem sei der Bestand im Land in den vergangenen 15 Jahren von 182.000 Tieren auf 308.000 gewachsen, sagt Aramilewa. Gleichzeitig beklagen Jäger strenge Vorschriften für die Jagd auf Bären.

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    Kommentare

    User #5607 (nicht angemeldet)

    Hier werden keine Abschüsse gefordert, aber wehe ein Wolf reisst mal ein Schaf, dann wird sofort ein Abschuss gefordert.

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