Post stellt in Duisburger Sackgasse nicht direkt zu

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    Die Deutsche Post fährt seit Wochen eine Strasse in Duisburg nicht mehr an. Grund ist laut einer Sprecherin das distanzlose Verhalten vieler Anwohner - die Zusteller hätten sich gefährdet gefühlt.

    Wenn der Postmann gar nicht klingelt: Die Bewohner einer Sackgasse in Duisburg-Rheinhausen müssen ihre Sendungen seit Wochen in einer nahegelegenen Filiale abholen. Die Deutsche Post macht Gesundheitsbedenken geltend. (Symbolbild). Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa
    Wenn der Postmann gar nicht klingelt: Die Bewohner einer Sackgasse in Duisburg-Rheinhausen müssen ihre Sendungen seit Wochen in einer nahegelegenen Filiale abholen. Die Deutsche Post macht Gesundheitsbedenken geltend. (Symbolbild). Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Aus Sorge vor Corona-Infektionen stellt die Deutsche Post seit Wochen in einer Sackgasse in einem Duisburger Viertel keine Sendungen mehr in die Hausbriefkästen zu.

    Die Situation für Zusteller sei durch distanzloses Verhalten vieler Anwohner, die zumeist auch keine Masken trügen, nicht mehr tolerabel gewesen, sagte die Sprecherin der Deutschen Post, Britta Töllner, der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die «WAZ» berichtet.

    Die Sackgasse im Duisburger Stadtteil Rheinhausen wird von Wohnblocks gesäumt. Seit Beginn der Corona-Pandemie seien die Transporter der Zusteller immer wieder von den Anwohnern umringt worden. Postmitarbeiter hätten nicht mehr aussteigen wollen und sich durch zu wenig Corona-Abstand bedrängt und durch fehlende Masken in ihrer Sicherheit gefährdet gefühlt, sagte Töllner weiter. Es habe zwar keine Übergriffe gegeben, vereinzelt sei es aber auch zu verbal aggressiv aufgeladenen Situationen gekommen.

    Um ihre Mitarbeiter zu schützen, habe die Post daher die direkte Zustellung in die Häuser ausgesetzt, sagte Töllner. Die Menschen könnten ihre Briefe und Sendungen seit Februar in einer benachbarten Filiale abholen. «Viele machen von der Möglichkeit auch Gebrauch und nutzen dort unsere Bereitstellungsfächer», erklärte Töllner.

    Bereits im vergangenen Jahr hatte es den Postangaben nach Versuche  gegeben, mit Hilfe von Dolmetschern und Streetworkern in dem Viertel für mehr Sicherheit und die Einhaltung der Schutzmassnahmen gegen Corona zu werben. Bislang reiche die Folgewirkung der Interventionen aber noch nicht aus, um die Zusteller wieder in die Strasse zu schicken, sagte Töllner. «Erst muss dauerhaft sicher gestellt sein, dass sie nicht in Gefahr geraten.»

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