Polen weist EuGH-Urteil zu Zwangsgeld als «Erpressung» zurück

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Polen,

    Polen muss nach einem Urteil des EuGH täglich eine Million Zwangsgeld bezahlen. Polen weist das Urteil jedoch zurück und bezeichnet es als Erpressung.

    Polen- und EU-Flagge
    Vor dem anstehenden Gipfeltreffen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin erinnert Polen an die zentrale Rolle der Ukraine bei jeder Friedensregelung. (Archivbild) - sda

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der EuGH hat Polen zu einer Zahlung eines täglichen Zwangsgeldes verurteilt.
    • Das Land weist das Urteil aber zurück, da der EuGH damit seine Kompetenzen überschreite.

    Polens Regierung hat das Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zurückgewiesen. Die Zahlung eines täglichen Zwangsgeldes in Höhe von einer Million Euro sei «Erpressung».

    «Der EuGH verachtet und ignoriert die polnische Verfassung und die Urteile des Verfassungsgerichts komplett.» Dies schrieb Vize-Justizminister Sebastian Kaleta am Mittwoch auf Twitter.

    Das Gericht überschreite seine Kompetenzen. «Das ist eine weitere Etappe der Operation, die Polen den Einfluss auf seine Staatsform wegnehmen soll. Das ist Usurpation und Erpressung.»

    Tägliches Zwangsgeld von einer Million

    Das Gericht in Luxemburg hatte am Mittwoch Polen zur Zahlung des täglichen Zwangsgeldes verurteilt. Grund dafür ist nach einer Mitteilung des Gerichtshofes die bisherige Weigerung des Landes, höchstrichterliche Entscheidungen zu umstrittenen Justizreformen umzusetzen.

    Konkret geht es dabei insbesondere um die Anordnung, die Arbeit der umstrittenen Disziplinarkammer zur Bestrafung von Richtern zu stoppen. Die Tätigkeit ist nach EuGH-Entscheidungen nicht mit EU-Regeln zur Unabhängigkeit und Unparteilichkeit der Justiz vereinbar.

    Kommentare

    Weiterlesen

    13 Interaktionen
    Eine Million Euro
    3 Interaktionen
    Mateusz Morawiecki:

    MEHR IN NEWS

    Vergewaltigung?
    Clean UP
    1 Interaktionen
    Abfall-Jagd
    Dieser Thurgauer fährt auch mit 73 noch Töff-Rennen
    «Vorne mitmischen»
    Kanton baut den Kindesschutz weiter aus
    Nach externer Analyse

    MEHR AUS POLEN

    23 Interaktionen
    Warschau
    Mineralölkonzerne
    5 Interaktionen
    Warschau
    polen
    15 Interaktionen
    Polen
    kloster
    Polen