Der Grenzschutz in Polen hat am Freitag mehr als 200 Versuche von Migranten registriert, von Belarus aus die Grenze des EU-Mitgliedstaats zu überschreiten.
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Polnischer Soldat an der Grenze zu Belarus - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Polen hat gemäss eigenen Angaben 200 Menschen daran gehindert, aus Belarus einzureisen.
  • Seit Wochen versuchen Flüchtlinge die EU-Aussengrenze zu überqueren.

Die Behörden teilen mit, die Grenzübertritte vereitelt zu haben. Sechs Ausländer aus Georgien und Russland seien festgenommen worden. An einem Abschnitt bei Bialowieza hätten die Beamten eine Gruppe von rund 100 Personen aufgehalten. Da Polen weder Journalisten noch Hilfsorganisationen in das Grenzgebiet lässt, können die Angaben nicht unabhängig überprüft werden.

Ein Sprecher des Innenministers und Geheimdienstkoordinators Mariusz Kaminski begründete dies im Fernsehsender Polsat damit, dass die Lage in der Grenzregion unruhig und zeitweise auch gefährlich sei. Man bereite eine neue Regelung für die Anwesenheit von Medienvertretern vor.

Seit Wochen versuchen Tausende Migranten, von Belarus über die EU-Aussengrenzen nach Polen oder in die baltischen Staaten zu gelangen. Die EU wirft dem autoritären belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, gezielt Menschen aus Krisenregionen nach Minsk einfliegen zu lassen, um sie dann in die EU zu schleusen.

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