Polen fasst mutmasslichen Agenten in Rüstungsbetrieb
Der polnische Geheimdienst hat einen mutmasslichen Agenten festgenommen, der in einem staatlichen Rüstungskonzern tätig war.

Es handele sich um einen polnischen Staatsbürger, teilte Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf dem Portal X mit. Er wurde festgenommen und kam für drei Monate in Untersuchungshaft.
Den Angaben zufolge hat der Verdächtige für die polnische Rüstungsgruppe PGZ gearbeitet. Die Ermittler werfen ihm vor, für einen fremden Geheimdienst tätig gewesen zu sein. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm mindestens acht Jahre Haft.
Die PGZ ist das wichtigste Unternehmen der staatlichen Rüstungsindustrie Polens und einer der Hauptlieferanten für die polnische Armee. Zu ihr gehören Dutzende von Unternehmen, die Waffen und militärische Ausrüstung herstellen, darunter etwa Haubitzen und Radpanzer, aber auch Maschinenpistolen und Gewehre.
Polen ist einer der wichtigsten politischen und militärischen Unterstützer der von Russland angegriffenen Ukraine. Die Regierung in Warschau wirft den Geheimdiensten Russlands und seines Verbündeten Belarus vor, viele Agenten ins Land zu schicken und Saboteure anzuwerben.










