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    Pepsi will Zuckeranteil in Getränken senken

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    Deutschland,

    Pepsi reagiert auf ein zunehmendes Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung. Der Konzern hat angekündigt, in seinen in der EU verkauften Getränken in Zukunft weniger Zucker zu verwenden.

    Werbung für Pepsi Cola. Foto: Johannes Schmitt-Tegge/dpa
    Werbung für Pepsi Cola. Foto: Johannes Schmitt-Tegge/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Getränke- und Snack-Konzern Pepsi will den Zuckeranteil in Getränken deutlich senken.

    In seinen in der EU angebotenen Getränken strebt der Konzern ein Viertel weniger Zucker bis 2025 an, bis 2030 sollen es 50 Prozent im Vergleich zu 2019 sein.

    Die Kalorien des deutschen Getränke-Portfolios sollen gemessen an 2015 um 90 Prozent sinken, bereits jetzt sei mit Blick auf diesen Zeitraum die Hälfte der Kalorien verbannt worden. Pepsi wolle Gutes tun, was aber auch gut für das Geschäft sei, sagte Garret Quigley, Chef von Pepsico Westeuropa, der Deutschen Presse-Agentur.

    Verbraucherschützer wollen Details abwarten

    Die europäische Verbraucherschutzorganisation BEUC begrüsste die Ankündigung von Pepsi grundsätzlich, betonte aber, dass man auch auf die Details achten müsse. «Lebensmittelunternehmen zögern oft, die Rezepturen ihrer zuckerhaltigen Bestseller anzufassen», sagte Emma Calvert, BEUC-Leiterin des Bereichs Lebensmittel. Daher ermuntere man das Unternehmen dazu, nicht nur Alternativen auf den Markt zu bringen, sondern auch die zuckerhaltigen Klassiker zu reformieren.

    «Wir wissen, dass die Menschen ein gesundes Leben führen wollen», so Quigley. Der Umsatz mit entsprechenden Produkten, die mit Nutri-Score B oder besser bewertet werden, soll in den kommenden fünf Jahren um den Faktor zehn steigen. Darüber hinaus wolle man mehr recycelten Kunststoff verwenden und bis 2040 unterm Strich keine Emissionen mehr ausstossen.

    Der Nutri-Score ist ein System zur Kennzeichnung des Nährwertprofils eines Lebensmittels auf der Verpackung - mit einer fünfstufigen Skala aus einer Kombination von Buchstaben von A bis E und Farben. Dabei steht «A» in Grün für die günstigste und «E» in Rot für die ungünstigste Nährwertbilanz.

    Übergewicht auch in Deutschland ein Problem

    Das Unternehmen reagiert auf dringenden Handlungsbedarf: Hierzulande gelten 47 Prozent der Frauen, 62 Prozent der Männer und 15 Prozent der Kinder als übergewichtig. Zu viel Zucker wird mit einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes in Verbindung gebracht. Auch Pepsis Konkurrent Nestlé arbeitet daran, weniger Zucker in seinen Produkten zu haben.

    Ärztinnen und Ärzte warnen schon länger vor den Gefahren von zu viel Zucker in Lebensmitteln. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt im Schnitt - abhängig von Grösse und Gewicht - maximal 50 Gramm Zucker am Tag. Das wäre nach gut einem halben Liter nicht zuckerreduzierter Limonade bereits erreicht.

    Eine in Grossbritannien 2018 eingeführte Zuckersteuer zeigte Wirkung: Die Organisation Foodwatch stellte Anfang vergangenen Jahres fest, dass bestimmte Limonade in Deutschland teils mehr als doppelt so viel Zucker enthalte wie die auf der Insel angebotenen Varianten.

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