Pariser Stadtverwaltung schlägt dreiwöchigen Lockdown vor

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    Frankreich,

    Kurz, dafür streng. Die Pariser Stadtverwaltung schlägt wegen der zugespitzten Corona-Lage einen dreiwöchigen Lockdown vor.

    Paris
    Die Pariser Stadtverwaltung hat sich für einen kurzen Lockdown ausgesprochen. - Keysone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Frankreich kämpft zurzeit mit der britischen Mutation des Coronavirus.
    • Die Pariser Stadtverwaltung schlägt nun einen dreiwöchigen Lockdown in der Stadt vor.
    • Die Zahl der Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner lag in Paris zuletzt über 300.

    Die Pariser Stadtverwaltung hat sich angesichts der angespannten Corona-Lage für einen kurzen und strengen Lockdown ausgesprochen. «Die derzeitige Situation ist die schlimmste, weil es sich um Halbmassnahmen mit schlechten Ergebnissen handelt.» Das sagte der erste stellvertretende Pariser Bürgermeister, Emmanuel Grégoire, am Donnerstagabend dem Sender Franceinfo.

    Die Stadt werde nun mehrere Massnahmen zur Bekämpfung der Epidemie vorschlagen, darunter ein etwa dreiwöchiger Lockdown in der Hauptstadt mit der Aussicht darauf, danach etwa Restaurants und Kulturstätten wieder öffnen zu können. Premier Jean Castex hatte kurz zuvor für 20 Départements im Land eine erhöhte Corona-Warnstufe verhängt.

    Landesweiter Lockdown soll hinausgezögert werden

    Darunter fällt auch die Hauptstadt. Der Premier hatte die örtlichen Behörden aufgefordert, Vorschläge für mögliche verschärfte Corona-Massnahmen zu machen.

    Castex betonte gleichzeitig, dass die Regierung alles tue, um einen landesweiten Lockdown so weit wie möglich hinauszuzögern.

    Coronavirus
    Menschen, die Gesichtsmasken tragen, versammeln sich am Trocadero-Platz in der Nähe des Eiffelturms in Paris, Mittwoch, 24. Februar 2021. - Keystone

    Grégoire betonte nun, dass er von einem Lockdown nur am Wochenende wie etwa in Nizza wenig halte. Diese Massnahme sei «kaum effektiv». Die Vorschläge, einschliesslich eines möglichen Lockdowns in Paris, würden an diesem Wochenende mit der örtlichen Gesundheitsbehörde und der Polizeipräfektur diskutiert, kündigte Grégoire an.

    Schliesslich werde man dann der Regierung Vorschläge unterbreiten. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner lag in Paris zuletzt über 300.

    «Können nicht mit halben Massnahmen leben»

    «Wir können nicht mit halben Massnahmen leben, die uns unvermeidlich in den Lockdown treiben», sagte Grégoire anschliessend dem Sender BFMTV. Deshalb müsse man die Frage nach einem Confinement – so heisst der Lockdown in Frankreich – stellen.

    Wenn es einen Lockdown brauche, dann müsse man ihn jetzt einführen, um den Menschen eine Perspektive zu geben. Man müsse jetzt «mutige Entscheidungen» treffen.

    «Ich bin sehr verwundert und verblüfft über diese Ankündigung», reagierte der Bürgermeister des 17. Pariser Arrondissements, Geoffroy Boulard. Das sei nicht abgesprochen gewesen.

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