Klimawandel

    Berner Bergbahnen fordern mehr Entwicklungsspielraum

    Keystone-SDA Regional
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    Bern,

    Der Klimawandel drängt die Bergbahnen im Kanton Bern zu Veränderungen. Die Entwicklung geht vielerorts vom Winter- zum Ganzjahresgeschäft. Doch lange Bewilligungsverfahren und enge raumplanerische Vorgaben erschweren aus Sicht des Verbandes Berner Bergbahnen die Transformation.

    Zu wenig Schnee: Der Klimawandel setzt gerade kleineren und tiefer gelegenen Bergbahnen zu. Die Branche ist im Wandel. Stärker gefragt sind Sommer- und Ganzjahresangebote.  (Symbolbild)
    Zu wenig Schnee: Der Klimawandel setzt gerade kleineren und tiefer gelegenen Bergbahnen zu. Die Branche ist im Wandel. Stärker gefragt sind Sommer- und Ganzjahresangebote. (Symbolbild) - KEYSTONE/ANTHONY ANEX

    Der Klimawandel verringert die natürliche Schneesicherheit und erschwert die Planbarkeit der Wintersaisons, wie der Verband in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt. Besonders für kleinere und tiefer gelegene Gebiete nehme die Bedeutung von Sommerangeboten und ganzjährigen Ertragsquellen zu.

    Dies geht auch aus dem Bericht zu einem Forschungsprojekt hervor, das die Berner Bergbahnen zusammen mit der Universität Bern, der Wyss Academy for Nature und be-advanced durchführten.

    Die Veränderungen würden durch zunehmend komplexe, langwierige und kostenintensive Planungs -und Bewilligungsverfahren erschwert. Dies etwa, weil viele Vorhaben ausserhalb der Bauzone oder in landwirtschaftlich sensiblen Räumen liegen, heisst es beim Verband.

    Gleichzeitig seien zusätzliche touristische Angebote wie Erlebniswege, Biketrails oder Aussichtsplattformen häufig dort sinnvoll, wo sich bereits Gäste aufhielten. Das sei etwa bei bestehenden Anlagen, Stationen oder in schon heute intensiv touristisch genutzten Gebieten der Fall.

    In bereits ausgeschiedenen und intensiv touristisch genutzten Gebieten soll der Weiterentwicklung touristischer Angebote gegenüber zusätzlichen Schutzinteressen «angemessen Rechnung getragen werden», fordert der Bergbahnenverband.

    Er strebt nach eigenen Angaben keine pauschale Lockerung des Raumplanungs- oder Umweltrechts. Notwendig seien vielmehr klarere, verlässlichere und zielgerichtete Verfahren, die Schutzinteressen, Klimaanpassung und touristische Entwicklung frühzeitig und verbindlich miteinander in Einklang bringen.

    Flucht vor der Hitze in die Berge

    Die aktuelle Sommersaison verläuft laut Verband «sehr erfreulich». Nach einer eher nassen und kühlen ersten Maihälfte folgten ein heisser Juni und Juli. Viele Gäste suchten Abkühlung in den Bergen.

    Im Berner Oberland liegen die Ersteintritte aktuell rund 29 Prozent über dem Vorjahr, wie der Verband schreibt. Die Berner Bergbahnen sind der Dachverband von 74 Seilbahnunternehmen aus dem Kanton.

    Kommentare

    User #7869 (nicht angemeldet)

    Viva Beamtenstaat. Es wäre an der Zeit, in allen Kantonen 50% der Beamten und Kantonsangestellten abzubauen und Verfahren deutlich zu vereinfachen.

    User #9833 (nicht angemeldet)

    die Bergbahnen und Skilifts haben keinen Platz mehr wenn die Stomräder kommen

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