Pandemie-Massnahmen retteten 59'000 Menschen in elf Ländern Leben

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Frankreich,

Forscher untersuchten die Auswirkungen der Corona-Massnahmen in elf europäischen Ländern und fanden heraus, dass damit 59'000 Menschen das Leben gerettet wurde.

coronavirus
Ein Spitalzimmer für Corona-Patienten. (Archivbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Pandemie-Massnahmen haben 59'000 Menschen das Leben gerettet.
  • Forscher untersuchten dafür die Massnahmen in elf Ländern.

Die Massnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie haben einer Studie zufolge bisher 59'000 Menschen in elf europäischen Ländern das Leben gerettet. In der Schweiz kamen dank der Beschränkungen 340 Menschen bis Ende März mit dem Leben davon.

inverto gmbh
Das Coronavirus hat Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft. (Symbolbild) - pixabay

Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie von Wissenschaftlern des Imperial College London hervor.

Die Forscher untersuchten die Auswirkungen der verschiedenen Massnahmen, die in elf Ländern zu unterschiedlichen Zeitpunkten ergriffen worden waren. Dazu zählten Quarantäne für Infizierte, die Schliessung von Schulen und Universitäten, Versammlungsverbote, Abstandsregelungen und Ausgangssperren. Der Studie liegt die Annahme zugrunde, dass die gleiche Massnahme in verschiedenen Ländern vergleichbare Auswirkungen hat.

Meiste Menschenleben in Italien gerettet

Im stark von der Pandemie betroffenen Italien, das als erstes Land strikte Massnahmen ergriffen hatte, wurden die meisten Menschenleben gerettet. Die Wissenschaftler schätzen, dass dort 38'000 Menschen vor dem Tod bewahrt werden konnten. In Spanien waren es demnach 16'000 Menschen, in Frankreich 2500, in Belgien 560, in Deutschland 550. In Grossbritannien 370, in der Schweiz 340, in Österreich 140, in Schweden 82, in Dänemark 69 und in Norwegen 10.

Die Wissenschaftler schätzen, dass sich in den elf Ländern insgesamt zwischen sieben und 43 Millionen Menschen infiziert haben. Die offiziell bestätigten Zahlen sind deutlich niedriger. Dies erklärt sich den Forschern zufolge dadurch, dass Infizierte in vielen Fällen nur «milde oder gar keine Symptome» aufweisen. Zudem würden viele Infektionen wegen der «begrenzten» Testmöglichkeiten nicht erkannt, heisst es in der Studie.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

franz tost
Beängstigend
4 Interaktionen
Washington

MEHR IN NEWS

portugal
Lissabon
panini
In Brasilien
Schaffhauser Polizei
1 Interaktionen
Schaffhausen
Geothermie
7 Interaktionen
Energie-Hoffnung

MEHR AUS FRANKREICH

2 Interaktionen
Mur-de-Barrez
royal pop
19 Interaktionen
Haftstrafe