Die Züchtungen sind auf Optimierung ausgelegt. Für immer grössere Eier erleiden Legehennen offenbar vermehrt Knochenbrüche. Was kann dagegen getan werden?
Hühner
Ein weisser Hahn steht in einer Schar von braunen Hühnern. Foto: picture alliance / Felix Kästle/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir sieht die Ergebnisse einer Studie zu Brustbeinbrüchen bei Legehennen «mit grosser Besorgnis».

Der Grünen-Politiker verwies am Montag am Rande eines Treffens der EU-Agrarministerinnen und -minister auf eine Studie aus Dänemark, wonach 85 Prozent der Legehennen Brustbeinbrüche aufweisen, unabhängig von der Haltungsform. «Die Ursache, soweit man das heute sagen kann, ist vermutlich genetisch bedingt. Die Zucht scheint eine wichtige Rolle zu spielen», so Özdemir.

Wie er bei seiner Amtseinführung betont habe, sehe er sich auch als obersten Tierschützer Deutschlands, so Özdemir. «Wenn man sich das Recht nimmt, Tiere zu nutzen, dann hat man auch die Pflicht, die Tiere bestmöglich zu schützen», sagte er. Deswegen solle geprüft werden, was in Deutschland bei dem Thema getan werden müsse.

Wie die Universität Kopenhagen in einer Pressemitteilung schrieb, liegt der Brustbeinbruch «allem Anschein nach» daran, dass grosse Eier von innen auf den Körper der Hennen drücken. Generell könne festgestellt werden, dass das Problem grösser werde, je grösser die Eier und je kleiner die Hühner seien. Die Körper seien zu stark belastet, da die Hennen darauf gezüchtet würden, klein zu sein, aber viele grosse Eier zu legen.

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