Im Nordosten Griechenlands ist ein Frachtflugzeug abgestürzt. Die Regierung warnt die Anwohner der betroffenen Region nun vor giftigen Dämpfen.
nordosten griechenlands frachtflugzeug
An der Absturzstelle des Frachtflugzeugs sollen giftige Dämpfe austreten. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Im Nordosten von Griechenland ist eine Antonow-Maschine abgestürzt.
  • Am Unglücksort warnt die Regierung nun vor giftigen Dämpfen.
  • Das Frachtflugzeug soll Waffen oder Munition transportiert haben.

Fenster zu, Aircondition aus, Häuser nicht verlassen: Nach dem Absturz eines Frachtflugzeugs am Samstagabend im Nordosten Griechenlands haben sich an der Unglücksstelle beissende Dämpfe verbreitet. Das Bürgerschutzministerium schickte eine entsprechende Warn-SMS an die Anwohner.

Die Antonow An-12 soll zwölf Tonnen «toxisches Gut» an Bord gehabt haben, berichtete der Staatssender ERT am Sonntag. Um was genau es sich bei der Fracht handelte, wurde zunächst nicht bekannt. Bei dem Unglück waren alle acht Besatzungsmitglieder des Fliegers ums Leben gekommen.

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Nach dem Absturz brannte das Frachtflugzeug lichterloh. - Keystone

Die Antonow war im serbischen Nis gestartet und auf dem Weg nach Amman in Jordanien, als der Pilot Triebwerk-Probleme meldete. Er beantragte eine Notlandung auf dem Flughafen der Stadt Kavala. Bei Flightradar24 war zu sehen, wie das Flugzeug nahe Chalkidiki den Kurs Richtung Kavala änderte. Doch der Flieger stürzte nahe Paleochori und Antifilippi auf unbewohntem Gebiet ab.

In der Umgebung sahen und filmten etliche Anwohner den Absturz des Flugzeugs, das bereits in der Luft brannte. Zunächst rückte ein Grossaufgebot aus Feuerwehr, Krankenwagen und Polizei an, doch schon bald zogen sich die Rettungskräfte zurück.

Absturzstelle von giftigen Dämpfen umgeben

«Obwohl wir Masken trugen, war die Luft unerträglich. Es gab nicht nur Rauch, sondern auch beissende Dämpfe», sagte ein Feuerwehrmann gegenüber Journalisten. Zwei seiner Kollegen seien mit Atemwegsproblemen ins Krankenhaus gebracht worden.

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Die acht Besatzungsmitglieder des Frachtflugzeugs sind Berichten zufolge alle verstorben. - Keystone

Der Bürgermeister der betroffenen Gemeinde Pangeo, Filippos Anastasiadis, bestätigte noch in der Nacht, dass die Maschine «gefährliches Material» geladen hatte. Es habe sich vermutlich um Munition gehandelt, sagte er gegenüber ERT. Er versicherte, dass es keine chemischen oder nuklearen Kampfstoffe seien. Das Militär sei auf dem Weg zur Unglücksstelle.

Noch Stunden nach dem Absturz waren aus den brennenden Überresten der Maschine Explosionen zu hören. Die Trümmer der Antonow sollen in einem Umkreis von 800 Metern verteilt liegen, das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt. Experten sagten im Fernsehen, bei Begriffen wie «toxisches Gut» könne es sich um viele verschiedene Dinge handeln: Um Munition, um Waffen oder auch um Batterien, die bei einem Brand ebenfalls giftige Gase freisetzen würden.

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