Nordmazedoniens Ministerpräsident Zoran Zaev ist als Vorsitzender der Sozialdemokraten (SDSM) zurückgetreten.
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Zoran Zaev, Ministerpräsident von Mazedonien, spricht bei einer Sitzung zur Ratifizierung des Namensabkommens mit Griechenland im Parlament. - dpa

Die Spitzengremien der Partei nahmen die Demission an, berichtete das Nachrichtenportal «plusinfo.mk» in der Nacht auf Samstag unter Berufung auf eine SDSM-Sprecherin. Am 12. Dezember soll ein Nachfolger gewählt werden. Dieser soll Zaev dann auch im Amt des Ministerpräsidenten nachfolgen.

Zaev hatte nach der Niederlage der SDSM bei den Kommunalwahlen Ende Oktober seinen Rücktritt als Ministerpräsident und Parteivorsitzender angekündigt.

Als Nachfolger nannten Medien in Skopje für beide Ämter Finanzminister Dimitar Kovacevski. Ein Ministerpräsidentenwechsel erfordert die Zustimmung des Parlaments - eine Mehrheit dafür schien zuletzt fraglich.

Zaev war von Mai 2017 bis Januar 2020 und dann wieder seit August 2020 Regierungschef. Sein besonderer Verdienst war die Beilegung des Namensstreits mit dem benachbarten Griechenland. Die Beendigung dieses Konflikts war auch Voraussetzung für die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der EU. Deren Beginn wird jedoch derzeit von Bulgarien blockiert.

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