«Night of the Proms» mit umstrittenen Liedern und viel Abstand

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    Grossbritannien,

    Im Zuge der BLM-Protesten kam es in England zu Diskussionen, ob Hymnen wie «Rule, Britannia» an der «Last Night of the Proms» gesungen werden dürfen.

    Last Night Of The Proms
    Mitglieder des Publikums schwenken Fahnen während des Last Night Of The Proms-Konzerts in der Royal Albert Hall in London, Großbritannien, 13. September 2014. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach Debatten hat sich Boris Johnson durchgesetzt und britische Lieder wurden gesungen.
    • Wegen BLM-Protesten sollten englische Hymnen nicht wie gewohnt gesungen werden.
    • Die Konzerte in der Royal-Albert-Hall fanden in diesem Jahr ohne Publikum statt.

    Lange Debatte über einen kurzen Auftritt: Nach heftigem Streit über zwei patriotische, britische Lieder sind diese bei der «Last Night of the Proms» aufgeführt worden. Am Samstag sangen einige Dutzend Chorsängern mit Orchester in der Londoner Royal Albert Hall. Mit grossem Abstand standen die festlich gekleideten Sänger in den rot gepolsterten Sitzreihen, wo in anderen Jahren Tausende Zuhörer sitzen.

    «Night of the Proms» wegen BLM-Protesten fast ohne «Rule, Britannia»

    Im Zuge der Black-Lives-Matter-Proteste hatte es eine grosse Diskussion über die Liedtexte gegeben. Gerade bei den traditionellen Hymnen «Rule, Britannia» und «Land Of Hope And Glory».

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    Zuschauer schwenken Fahnen während des Konzerts «Last Night of the Proms» in der Royal Albert Hall. - dpa

    In «Rule, Britannia» von 1740 heisst es unter anderem «Herrsche Britannia – Briten werden niemals Sklaven sein.» Zeitweise hatte die BBC danach angekündigt, die Stücke nur als Orchesterversion ohne Gesang spielen zu wollen. Premier Boris Johnson hatte das als «Selbstdiskriminierung» kritisiert. Letztlich kam doch noch die Kehrtwende – und es wurde wie gewohnt gesungen.

    Konzerte in Royal Albert Hall ohne Publikum

    Zum Finale der jährlichen Sommer-Konzertreihe singen normalerweise viele Briten vor Ort laut mit und schwenken ihre Union-Jack-Fähnchen. Wegen der Corona-Pandemie fanden die Konzerte in der Royal Albert Hall in diesem Jahr allerdings ohne Publikum statt. Für Zuschauer waren sie nur im Fernsehen zu erleben. Auch die Zahl der Musiker und Sänger war deutlich reduziert worden.

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