Niederlande: Polizei reisst schwangere Frau in Asylheim zu Boden

Laurin Zaugg
Laurin Zaugg

Niederlande,

Nachdem sie sich Polizeibeamten in den Weg gestellt hatte, wurde eine offenbar schwangere Frau in einem Asylheim in den Niederlanden zu Boden gerissen.

Polizei
In den Niederlanden wurde eine offenbar schwangere Frau von einem Polizisten zu Boden gerissen. - x/@RamAbdu, keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In einem Asylzentrum in den Niederlanden kam es zu einem heiklen Zwischenfall.
  • Ein Video zeigt, wie ein Beamter eine offenbar schwangere Frau zu Boden reisst.
  • Ein Gynäkologe erklärt, wie gefährlich Stürze in der Schwangerschaft sind.

Ein Video sorgt derzeit in den sozialen Medien für Aufsehen. Zu sehen ist ein Polizist, der eine Frau, die offenbar schwanger ist, am Arm zu Boden reisst. Der Vorfall ereignete sich in einer Asylbewerberunterkunft in Zeist, einer Stadt in den Niederlanden nahe Utrecht.

Wie der Sender «RTL Nederland» berichtet, wurden Polizisten Mitte Mai zu einem Einsatz in das Asylzentrum gerufen. Ein Mann soll dort negativ aufgefallen sein, weshalb ihn die Beamten festnehmen wollten. Die Frau stellte sich aus ungeklärten Gründen in den Weg.

Nachdem die Frau zu Boden gerissen wurde, ist im Video zu sehen, wie weitere Einsatzkräfte sie an den Haaren wegziehen.

Der Mann, der zuvor am Boden kauerte, verlor daraufhin die Fassung. Er attackierte die Beamten und versuchte, sich gegen die Festnahme zu wehren.

Hat die Polizei übertrieben reagiert?

Der 30-Jährige sei laut verschiedenen Medienberichten dennoch wie geplant festgenommen worden. Inzwischen befinde sich der Mann aber wieder auf freiem Fuss.

Die Behörden prüfen nun, ob die Gewaltanwendung rechtmässig und verhältnismässig war. Das bedeutet: War der Einsatz von Gewalt in dieser Situation überhaupt erlaubt? Und war das Ausmass der Gewalt angemessen?

Die Polizei beschreibt die Situation als «dynamisch». Die Beamten hätten versucht, «schnell zu handeln».

Gynäkologe über Stürze in der Schwangerschaft

Stürze während der Schwangerschaft sind laut Gynäkologe Dr. Benno Zeidler für Betroffene oft beängstigend. Sie führen jedoch nur selten zu schweren Komplikationen für das ungeborene Kind.

Der Gynäkologe sagt gegenüber TCS-MyMed: «Die Gebärmutter, welche von Fett, Muskeln und Haut umgeben ist, umschliesst die Fruchtblase.» Das schütze sie vor Verletzungen.

Dr. Benno Zeidler
Dr. Benno Zeidler, Gynäkologe, klärt auf, wie gefährlich Stürze in der Schwangerschaft sind. - tcs-mymed.ch

Mit zunehmender Schwangerschaftsdauer steige jedoch das Risiko, dass ein direkter Aufprall auf den Bauch Folgen haben kann. Besonders nach stärkeren Stürzen sollten Schwangere auf Warnzeichen wie Bauchschmerzen, einen harten Bauch oder Blutungen ärztlich abklären lassen.

Kommentare

User #2040 (nicht angemeldet)

Was hat sie gesagt/getan?

User #6266 (nicht angemeldet)

Und wer bezahlt am Ende für das Kind. Die Frau, ihr Freund oder der Steuerzahler in Holland.

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