Neue Enthüllungen: Wusste Selenskyj von Nord-Stream-Sabotage?

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    Der ukrainische Präsident Selenskyj steht unter Beschuss: Er soll von der Sabotage an der Nord-Stream-Pipeline gewusst und diese sogar genehmigt haben.

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    Ukrainischer Präsident Selenskyj will noch in diesem Jahr einen «Siegesplan» umsetzen, um den Krieg mit Russland zu beenden, und setzt auf schnelle Entscheidungen der Partner bis Dezember. (Archivbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Jahr 2022 kam es in der Ostsee zu einem Sabotageakt auf Gasleitungen.
    • Die Idee der Sabotage soll während einer durchzechten Nacht entstanden sein.
    • Berichten zufolge soll sogar Selenskyj davon gewusst haben.

    Am 26. September 2022 explodierten in der Ostsee nahe der dänischen Insel Bornholm und der südschwedischen Küste mehrere Sprengsätze. Durch die Explosionen entstanden Lecks an Putins Nord-Stream-Gasleitungen.

    Noch immer ist vieles unklar über die Sabotageaktion. Doch nun bringt das «Wall Street Journal» neue Enthüllungen ans Licht. Die Recherchen stammen von Bojan Pancevsk. Der WSJ-Journalist ist bekannt für seine investigative Arbeit.

    Ihm zufolge entstand die Idee zur Sabotage im Rausch hochrangiger ukrainischer Militärs und reicher Geschäftsleute. Mit viel Alkohol sollen sie im Mai 2022 den ersten erfolgreichen Widerstand der Armee gegen Russlands Angriff auf Kiew gefeiert haben. Schliesslich sei die Idee der Nord-Stream-Sabotage vorgeschlagen worden.

    Eine anonyme Quelle aus dem ukrainischen Militär sagte dazu, dass er immer lachen müsse, wenn er die Spekulationen über eine riesige Operation mit U-Booten und Drohnen lese. Denn das Ganze sei nach einer durchzechten Nacht entstanden.

    Selenskyj soll Sabotage-Plan genehmigt haben

    Besonders brisant: Der ukrainische Präsident Selenskyj soll von dem Plan gewusst und ihn sogar genehmigt haben. Das behaupten zumindest vier Personen, die mit der Verschwörung vertraut sind, heisst es. Schriftliche Beweise gibt es jedoch keine.

    Niederländische Geheimdienste stiessen auf den Sabotageplan und warnten ihre Kollegen in den USA und Deutschland. Die USA forderten daraufhin von Selenskyj, den Plan zu stoppen – was er auch sofort anordnete. Doch es war bereits zu spät.

    gasleck nord stream
    ARCHIV - Seit die Lecks entdeckt wurden, stand der Verdacht im Raum, dass die Pipelines mutwillig manipuliert worden sind. - sda - Keystone/Swedish Coast Guard/-

    Selenskyjs damaliger Oberbefehlshaber Walerij Saluschnyj behauptete jedoch, dass sich die Aktion nicht mehr aufhalten liesse. Der Anschlag sei schon befehligt und das Team unterwegs, sagte er dem Präsidenten.

    Heute ist Saluschnyj Ukraine-Botschafter in Grossbritannien und bestreitet jegliches Wissen über die Operation.

    Hast du die Berichte zur Nord-Stream-Sabotage mitverfolgt?

    Die Nord-Stream-Sabotage soll von Geschäftsleuten finanziert worden sein, berichtet das «WSJ» weiter. Insgesamt soll die geheime Operation 300'000 Dollar gekostet haben. Mit dem Geld wurden die Akteure angeheuert, darunter ausgebildete Taucher. Die Crew operierte schliesslich von einer Jacht aus, heisst es.

    Trotz der sorgfältigen Planung und Finanzierung machten die Saboteure aber auch Fehler. So hinterliessen sie unter anderem Sprengstoff-Spuren und Fingerabdrücke.

    Haftbefehl gegen Verdächtigen erlassen

    Im Zusammenhang mit der Sabotage an den Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee hat die polnische Staatsanwaltschaft von der Bundesanwaltschaft in Deutschland einen Europäischen Haftbefehl zur Festnahme eines Verdächtigen erhalten.

    Bei dem Verdächtigen handelt es sich demnach um Wolodymyr Z., einen ukrainischen Staatsbürger, der sich zuletzt in Polen aufhielt. Auch zwei weitere ukrainische Staatsbürger stehen unter Tatverdacht – darunter eine Frau.

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    Kommentare

    User #2124 (nicht angemeldet)

    Wie bitte soll denn diese Menge von Sprengstoff und die für solche Tauchgänge nötige Ausrüstung für fünf Taucher auf dieser Nussschale transportiert werden? Die Gasleitungen wurden durch die Sprängung tief in den Meeresboden gedrückt. Experten gehen davon aus, dass man dafür mindestens 1 Tonne Sprengstoff gebraucht hat. Wie sollen das fünf Taucher in diese Tiefe bringen und dort anbringen? Alleine die Dekompression aus dieser Tiefe dauert mindestens 2 Stunden. Es werden Unmengen von Flaschen benötigt. Wie soll das bitte auf das Boot passen? Es wurde an drei Stellen gesprengt, also muss man mindestens dreimal tauchen… Wie soll das von diesem Boot aus funktionieren?

    User #1215 (nicht angemeldet)

    Russland hat auch gegen Finnland verloren.

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