Nachbar starb an Corona: Österreicherin verurteilt

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    Österreich,

    Eine Österreicherin wurde wegen fahrlässiger Tötung verurteilt, weil sie ihren krebskranken Nachbarn mit Corona infiziert hatte. Die Viren stimmten überein.

    Die Angeklagte war positiv auf Covid-19 getestet worden. (Foto: Archiv)
    Die Angeklagte war positiv auf Covid-19 getestet worden. (Foto: Archiv) - Daniel Karmann/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein krebskranker Österreicher war 2021 an Corona gestorben.
    • Sein Virus stimmte mit jenem seiner Nachbarin überein.
    • Sie wurde nun wegen grob fahrlässiger Tötung verurteilt.

    Ein österreichisches Gericht hat eine Frau für den Corona-Tod ihres Nachbarn verantwortlich gemacht. Das Landgericht in Klagenfurt sah es als erwiesen an, dass die heute 54-jährige Angeklagte den krebskranken Mann im Dezember 2021 angesteckt hatte. Sie wurde wegen grob fahrlässiger Tötung zu einer Bewährungsstrafe von vier Monaten verurteilt.

    Zusätzlich muss die Frau eine Geldstrafe von 200 Tagessätzen von je vier Euro mit einem Gesamtwert von 800 Euro bezahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

    Corona
    Ein Schild weist auf die Corona-Regeln hin. (Archivbild) - keystone

    Der Nachbar starb im Zuge einer Corona-Infektion an einer Lungenentzündung. Ein Gutachter stellte mittels Gen-Analyse fest, dass das Virus des Verstorbenen und das Virus der Frau «annähernd zu 100 Prozent» übereinstimmten. So ein hoher Deckungsgrad sei sehr selten, weil Coronaviren sich rasch veränderten, erklärte der Fachmann.

    Keine Quarantäne trotz eines positiven Tests

    «Das tut mir für Sie persönlich leid – ich glaube, dass so etwas wahrscheinlich hundertfach passiert ist.» Dies sagte die Richterin in ihrer Urteilsbegründung zur Angeklagten. «Sie haben aber das Pech, dass ein Sachverständiger mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit festgestellt hat, dass es eine Infektion war, die von Ihnen ausgegangen ist.» Das genüge für einen Schuldspruch, erklärte die Richterin.

    Im Juli 2023 war die Frau bereits wegen vorsätzlicher Gefährdung durch übertragbare Krankheiten zu einer Bewährungsstrafe von drei Monaten verurteilt worden. Sie hatte trotz positiver Corona-Tests im Dezember 2021 ihre vorgeschriebene Quarantäne missachtet. Sie verliess ihre Wohnung und unterhielt sich ohne Maske mit Menschen. Der Tod des Nachbarn wurde nun in einem separaten Prozess verhandelt.

    Der Nachbar war nach Angaben seiner Familie der an Corona erkrankten Frau auf dem Flur begegnet. Diese sagte, sie sei damals zu krank gewesen, um überhaupt aufzustehen. Aus ihrer Sicht hatte sie nicht Corona, sondern eine Bronchitis, «wie ich sie jedes Jahr im Winter habe», sagte sie vor Gericht.

    Kommentare

    User #5465 (nicht angemeldet)

    Solche aehnliche faelle gibt es mindestens in jedem 6ermehrfamilienenhaus europas zb.,in etwa einen.wetten?

    Butler Bloch

    Gegen Rimoldi und Mass-voll wurde im Zusammenhang mit öffentlichen Angriffen auf die GLP-Politikerin Ameti von einem Luzerner Juristen eine Strafanzeige eingereicht. Er wirft dem Mass-voll-Chef und seiner Organisation Ehrverletzung – worunter beispielsweise üble Nachrede und Beschimpfung fallen – sowie Rassendiskriminierung vor. Hintergrund sind mehrere Tweets, die Rimoldi und Mass-voll veröffentlicht haben. Die Anzeige richtet sich zudem gegen Unbekannt, da die Möglichkeit besteht, dass auch andere Personen an den Angriffen beteiligt waren. Rimoldi wurde wegen verschiedener Delikte im Zusammenhang mit Corona-Massnahmen und unbewilligten Demos bereits mehrfach verurteilt. Wann muss er einsitzen?

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