Nach Schüssen von Utrecht: Polizei nimmt weiteren Mann fest

    DPA
    DPA

    Niederlande,

    Drei Menschen sterben bei Schüssen in einer Strassenbahn in Utrecht. Jetzt gibt es eine weitere Festnahme, doch das Motiv ist weiterhin unklar.

    Überschattet von dem Angriff in Utrecht wählen die Niederländer heute ihre regionalen Parlamente. Foto: Peter Dejong/AP
    Überschattet von dem Angriff in Utrecht wählen die Niederländer heute ihre regionalen Parlamente. Foto: Peter Dejong/AP - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Zusammenhang mit den tödlichen Schüssen in Utrecht hat die niederländische Polizei einen weiteren Verdächtigen festgenommen.

    Es handele sich um einen 40-jährigen Mann aus Utrecht, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstagabend mit.

    Der Mann sei bereits am Nachmittag von einer Spezialeinheit der Polizei festgenommen worden. Einzelheiten zu dem Verdacht gegen den Mann nannte die Staatsanwaltschaft nicht.

    Als Hauptverdächtiger gilt der 37 Jahre alte Gökmen T., der am Montagabend nach stundenlanger Fahndung festgenommen worden war. Er soll am Montag in einer Strassenbahn drei Menschen erschossen und drei weitere Personen schwer verletzt haben. Die Polizei hat Hinweise auf ein terroristisches Motiv, schloss aber auch andere Motive bislang nicht aus.

    Zwei weitere Männer, die bereits am Montag festgenommen worden waren, wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft inzwischen aus der Haft entlassen. Sie seien nicht länger verdächtigt.

    Für ein Terrormotiv spricht nach Darstellung der Polizei vom Dienstag unter anderem ein im Fluchtwagen gefundener Brief. Auch die Art der Tatausführung deute in diese Richtung. Die bisherigen Ermittlungen hätten keine Hinweise auf irgendeine Beziehung zwischen dem Hauptverdächtigen und den Opfern ergeben - zuvor war über eine Beziehungstat spekuliert worden.

    Überschattet von dem Angriff in Utrecht wählen die Niederländer heute ihre regionalen Parlamente. Zugleich wird auch über die Zusammenstellung der Ersten Kammer des nationalen Parlaments entschieden, die mit dem deutschen Bundesrat vergleichbar ist und politisch weniger wichtig ist als die Zweite Kammer. Nach den jüngsten Umfragen dürfte die Mitte-Rechts-Koalition unter dem rechtsliberalen Premier Mark Rutte ihre Mehrheit in der Ersten Kammer verlieren. Hohe Gewinne werden dagegen zwei rechtspopulistischen Parteien vorhergesagt, der Partei für die Freiheit von Geert Wilders sowie dem Forum für Demokratie.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    e-bike
    78 Interaktionen
    Zum Einkaufen
    Harald Schmidt
    4 Interaktionen
    Tournee

    MEHR IN NEWS

    sekten
    1 Interaktionen
    Missbrauch
    Härkingen SO
    Härkingen SO
    juso
    50 Interaktionen
    Krawalle

    MEHR AUS NIEDERLANDE

    klaas knot
    1 Interaktionen
    Kandidat
    Wolodymyr Selenskyj ukraine
    48 Interaktionen
    Den Haag
    Stellantis
    Autokonzern
    Franzisa Knabenreich
    «War steif und kalt»