Nach Migrationsdebatte: BSW-Mitglieder treten aus Partei aus

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Die Migrationsdebatten im Bundestag haben auch im Bündnis Sahra Wagenknecht für Unruhe gesorgt. Vor allem die Abstimmung mit der AfD.

    Bayerns BSW-Landeschef Klaus Ernst betrachtet die Parteiaustritte als ganz normalen Vorgang (Archivbild).
    Bayerns BSW-Landeschef Klaus Ernst betrachtet die Parteiaustritte als ganz normalen Vorgang (Archivbild). - Daniel Löb/dpa

    Nach den umstrittenen Bundestagsabstimmungen zur Migrationspolitik haben in Bayern mehrere Mitglieder des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) die Partei verlassen. BSW-Landeschef Klaus Ernst berichtete auf Anfrage, dass inzwischen sieben Mitglieder ihren Parteiaustritt erklärt hätten. Darunter der Europaabgeordnete Friedrich Pürner.

    Zuerst hatte am Mittwochabend der «Spiegel» über die Austritte berichtet, zu dem Zeitpunkt waren es noch sechs. Die sechs BSW-Aussteiger, die infolge der Bundestagsabstimmung vom Freitag ausgetreten sind, begründeten den Schritt laut «Spiegel» mit der Migrationspolitik des BSW und einer Nähe zur AfD.

    BSW in Unruhe nach Bundestagsabstimmungen zur Migration

    Pürner hatte unabhängig davon schon zuvor mehrfach erklärt, dass er über einen Austritt nachdenke. Er kritisierte, dass im BSW Kritiker öffentlich diffamiert würden, nahm aber Wagenknecht von seiner Kritik explizit aus.

    Die Bundestagsabstimmungen zur Migration, bei denen die Unionsfraktion Stimmen der AfD in Kauf genommen hatte, um ihre Position durchzusetzen, haben auch im BSW für Unruhe gesorgt. Bei dem Entschliessungsantrag am Mittwoch vergangener Woche hatte sich das BSW enthalten, beim – letztlich gescheiterten – «Zustrombegrenzungsgesetz» am Freitag sogar zugestimmt.

    BSW-Spitze spricht von normalem Vorgang

    Ernst bezeichnete die Austritte als nicht ungewöhnlich. «Wir betrachten das als ganz normalen Vorgang», sagte er. Es sei bei einer jungen Partei üblich, dass es am Anfang solche Bewegungen gebe. «Die Leute merken, dass sie nicht richtig sind, und treten wieder aus. Das wird uns nicht besonders ins Kontor hauen.»

    Ähnlich äusserte sich Parteichefin Sahra Wagenknecht. In allen Parteien gebe es Ein- und Austritte, sagte sie der Münchner «Abendzeitung». «Dass es sechs Parteimitglieder mit ihrem Austritt in die bundesweite Berichterstattung schaffen, gibt es allerdings nur beim BSW.»

    Auch Co-Chefin Amira Mohamed Ali betonte auf Anfrage, dass Parteien Mitglieder gewönnen und verlören sei eine Normalität, die sonst keinen Nachrichtenwert habe. «Ausser gegenwärtig beim BSW, das die alten Parteien und die ihnen nahestehenden Medien offenkundig mit allen Mitteln aus dem Bundestag herausdrängen wollen», fügte sie hinzu. Das BSW sei eine junge Partei mit Rückgrat, die die deutsche Politik verändern könne. «Dass wir deshalb viele Feinde haben, ehrt uns.»

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #6350 (nicht angemeldet)

    Frau Wagenknecht hat meiner Meinung nach einen mutigen Schritt getan. Sie hat linke soziale Anliegen mit rechten sozialen Anliegen VERBUNDEN. Herr Merz macht im Moment des akuten Wahlkampfs zwar dasselbe, leider wird er nach der Wahl dann zurückbuchstabieren (müssen), weil seine Koalitionsparteien, Linke und Grüne, das nicht mitmachen. So ist Herr Merz keine Option. // Ich hoffe deshalb, die AfD gewinne viele neue Wähler hinzu, sodass sie mit der Sahra-Wagenknecht-Partei und der Lindner-Partei FDP die neue Regierung stemmen kann. Das wäre endlich einmal ein Hoffnungsschimmer für Deutschland. Die deutschen Wähler haben es in der Hand, ob Deutschland weiter im linksgrünen Schlamassel versinkt oder ob mit neuen fähigen Leuten ein Strategiewechsel nicht doch eher einen Hoffnungsschimmer bringt.

    User #6350 (nicht angemeldet)

    Vorweg: Ich stimme als Schweizer vorwiegend, aber nicht immer, für Rechts. // Frau Wagenknecht hat meiner Meinung nach einen mutigen Schritt getan. Sie hat linke soziale Anliegen mit rechten sozialen Anliegen VERBUNDEN. Herr Merz macht im Moment des akuten Wahlkampfs zwar dasselbe, leider wird er nach der Wahl dann zurückbuchstabieren (müssen), weil seine Koalitionsparteien, Linke und Grüne, das nicht mitmachen. So ist Herr Merz keine Option. // Ich hoffe deshalb, die AfD gewinne viele neue Wähler hinzu, sodass sie mit der Sahra-Wagenknecht-Partei und der Lindner-Partei FDP die neue Regierung stemmen kann. Das wäre endlich einmal ein Hoffnungsschimmer für Deutschland. Die deutschen Wähler haben es in der Hand, ob Deutschland weiter im linksgrünen Schlamassel versinkt oder ob mit neuen fähigen Leuten ein Strategiewechsel nicht doch eher einen Hoffnungsschimmer bringt.

    Weiterlesen

    bsw
    6 Interaktionen
    Deutschland

    MEHR IN NEWS

    beerdigung
    3 Interaktionen
    Neues Geschäftsmodell
    a
    5 Interaktionen
    Gen-Gefahr
    wetter
    Mit Bise
    Feuerpferde Tobias Sennhauser
    «Keine Feuerpferde»

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    a
    112 Interaktionen
    Vater warnt
    Mauro Lustrinelli
    43 Interaktionen
    Bundesliga
    1 Interaktionen
    Berlin