Louvre

    Nach Kunstraub im Louvre: Frankreich prüft Museumsschutz

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Frankreich,

    Der spektakuläre Diebstahl im Pariser Louvre rückt die Sicherheit der Museen in ganz Frankreich in den Fokus.

    Louvre
    Für den 15. Dezember haben die Beschäftigten des Pariser Louvre-Museums zu einem Streik aufgerufen. (Archivbild) - keystone

    Nach dem spektakulären Diebstahl im Pariser Louvre kommt in Frankreich die Sicherheit der Museen im ganzen Land auf den Prüfstand.

    Innenminister Laurent Nuñez wies die Polizeichefs landesweit an, die Sicherheitsvorkehrungen rund um Museen und Kulturstätten zu überprüfen. Wo nötig, sollten diese verstärkt werden, teilte das Innenministerium mit.

    Nach dem Einbruch in das berühmte Museum am Sonntag stellten das Innen- und Kulturministerium bei einer Sitzung die Arbeit der Polizei auf den Prüfstand, um festzustellen, was funktioniert hat und wo es Versäumnisse gab. Die Fahndung nach den vier Dieben und ihrer Beute lief unterdessen weiter auf Hochtouren.

    Die Maskierten hatten nach Angaben der Staatsanwaltschaft am Sonntag einen mit einer Hebebühne ausgestatteten Lkw neben dem Museum geparkt. Während zwei der Täter auf Motorrollern an der Strasse warteten, gelangten die anderen beiden mit der Hebebühne auf einen Balkon im ersten Stock und von dort durch ein Fenster in das Museum. Die Diebe flohen mit acht kostbaren Schmuckstücken früherer Königinnen und Kaiserinnen – darunter mit Edelsteinen übersäte Diademe, Halsketten, Ohrringe und Broschen.

    Dati leitet Untersuchung zu 40 Jahren Sicherheitsmängeln ein

    Parallel zu den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft kündigte Kulturministerin Rachida Dati eine Verwaltungsuntersuchung an. 40 Jahre lang seien Sicherheitsvorkehrungen in kulturellen Einrichtungen vernachlässigt worden, sagte Dati dem Sender M6.

    «Hat sich jemand Gedanken über die Sicherheitsvorkehrungen dieser kulturellen Einrichtungen gemacht? Ich glaube nicht.» Man habe sich viel um die Sicherheit der Öffentlichkeit gekümmert, aber weniger um die Sicherheit der Werke. Dieser Rückstand müsse aufgeholt werden.

    Am Tag nach dem Einbruch blieb der Louvre für Besucher, anders als zunächst angekündigt, weiter geschlossen. Wer einen Besuch gebucht habe, erhalte eine Rückerstattung, teilte das Museum mit. Nach dem Raub war der Louvre evakuiert und zunächst für den Rest des Sonntages geschlossen worden.

    Museumseinbruch sorgt für Verwunderung

    Dass die Einbrecher derart einfach in das Museum gelangen konnten, sorgt für Kopfschütteln und Verwunderung. Das Kulturministerium begegnete der Kritik mit einer Stellungnahme: «Die Alarmanlagen am Aussenfenster der Apollon-Galerie sowie an den beiden betroffenen Vitrinen wurden ausgelöst», stellte die Behörde klar. Ausserdem hätten «zum Zeitpunkt des besonders schnellen und brutalen Einbruchs» fünf Museumsmitarbeiter sofort eingegriffen.

    «Dank der Professionalität und der schnellen Reaktion der Mitarbeiter des Louvre konnten die Täter in die Flucht geschlagen werden und liessen ihre Ausrüstung sowie eines der gestohlenen Objekte zurück, nämlich die Krone der Kaiserin Eugénie, deren Zustand derzeit untersucht wird», teilte das Ministerium mit.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    louvre
    630 Interaktionen
    Trotz Alarm

    MEHR IN NEWS

    Wetzikon ZH
    Wetzikon ZH
    Handyverbot
    26 Interaktionen
    Pilotversuch
    binance
    1 Interaktionen
    Washington/Berlin

    MEHR LOUVRE

    6 Interaktionen
    Paris
    Mona Lisa
    11 Interaktionen
    Anzeige!
    Louvre
    2 Interaktionen
    Paris

    MEHR AUS FRANKREICH

    7 Interaktionen
    Paris
    pierre gasly
    20 Interaktionen
    FIA ermittelt mit KI
    a
    150 Interaktionen
    10'000 Euro
    Saint-Tropez