Nach Hafturteil gegen Maja T. Proteste in Deutschland
Nach dem Urteil gegen Maja T. in Budapest gehen Hunderte in Berlin, Leipzig und anderen deutschen Städten auf die Strasse. Sie fordern eine Rücküberstellung.

In Berlin versammelten sich 550 Demonstranten zu einer Kundgebung gegen das Urteil gegen Maja T. in Ungarn, berichtet der «Tagesspiegel». Der Zug führte von Kreuzberg nach Friedrichshain.
In Leipzig gingen 500 Menschen auf die Strasse. In Hamburg, Dresden, Erfurt und Potsdam fanden ebenfalls Solidaritätsaktionen statt.
Die Demonstranten forderten, Maja T. nach Deutschland zurückzuholen und dort ein rechtsstaatliches Verfahren zu ermöglichen. Politiker von Linken, Grünen und SPD unterstützen diese Forderung.
Maja T. zu 8 Jahren Haft verurteilt
Das Budapester Stadtgericht verurteilte die non-binäre deutsche Person am Mittwoch zu acht Jahren Haft. Richter Jozsef Sos sah es als erwiesen an, dass die 25-jährige Person an Angriffen in Budapest beteiligt war.
Die Staatsanwaltschaft hatte 24 Jahre gefordert, wie «T-Online» berichtet. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert.
Maja T. soll im Februar 2023 an Übergriffen auf mutmassliche Rechtsextremisten in Budapest beteiligt gewesen sein. Die Angriffe richteten sich gegen Teilnehmer des sogenannten «Tags der Ehre».
Rechtswidrige Auslieferung
Rund 20 Personen attackierten damals Menschen mit Teleskopschlagstöcken und Hämmern, schreibt die «taz». Neun Menschen wurden bei diesen brutalen Angriffen verletzt, vier davon schwer.

Maja T. wurde im Dezember 2023 in Berlin verhaftet, im Juni 2024 erfolgte die Auslieferung nach Ungarn. Das Bundesverfassungsgericht erklärte diese Auslieferung später für rechtswidrig, meldet das «ZDFheute».
Die Haftbedingungen für non-binäre Personen seien nicht ausreichend geprüft worden. Anwalt Sven Richwin kündigte an, eine Überstellung zu beantragen, sollte das Urteil rechtskräftig werden, schreibt «T-Online».












