Nach den Gelbwesten Protesten am Triumphbogen berät die Regierung

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    Frankreich,

    Schwere Krawalle und Proteste in Frankreich: Nun berät die Regierung in Paris. Premierminister Philippe war bereits auf die «Gelbwesten» zugegangen.

    Demonstranten umarmen sich bei einem Protest der sogenannten «Gelbwesten» gegen steigende Spritpreise.
    Demonstranten umarmen sich bei einem Protest der sogenannten «Gelbwesten» gegen steigende Spritpreise, während eine Reihe von Polizisten vor ihnen steht. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Emmanuel Macron und seine Regierung kommen nach den Protesten der «Gelbwesten» zusammen.
    • Mit der Aussetzung von Steuererhöhungen will man den Demonstranten entgegen kommen.

    Wenige Tage nach den schweren Ausschreitungen in Paris kommt die französische Regierung am heutigen Mittwoch unter Vorsitz von Staatschef Emmanuel Macron zu ihrer wöchentlichen Sitzung zusammen. Die Krawalle in der Hauptstadt mit vielen Verletzten und einem geschätzten Millionenschaden hatten eine schwere politische Krise in dem Land ausgelöst.

    Als ein Zugeständnis an die «Gelbwesten» kündigte Premierminister Édouard Philippe bereits am Dienstag an, eine geplanten Steuererhöhung auf Benzin und Diesel auszusetzen. Das Moratorium soll sechs Monate dauern. Die Steuererhöhung war ursprünglich für den Jahreswechsel geplant.

    Wie die Nationalversammlung mitteilte, wird es am Nachmittag eine Regierungserklärung zur ökologischen Steuerreform der Mitte-Regierung geben. Danach ist eine Abstimmung über die Erklärung geplant. Die Präsidentenpartei La République En Marche (LREM) und Verbündete haben eine breite Mehrheit im Unterhaus des französischen Parlaments.

    Elektrizität und Gas werden im Winter nicht teurer

    Philippe hatte auch angekündigt, dass die Tarife für Elektrizität und Gas während des Winters nicht angehoben werden sollen. Auch eine Verschärfung der technischen Überprüfung von Autos mit strikteren Umweltvorschriften werde für sechs Monate auf Eis gelegt.

    Es wird aber nicht damit gerechnet, dass die Bewegung der «Gelbwesten» rasch abebben wird. Eric Drouet, einer der Wortführer der Bewegung, sagte am Dienstag dem Sender BFMTV, es solle weiter demonstriert werden, solange es keine wirkliche Wende gebe.

    Die Wut der «Gelben Westen» hatte sich an den Steuererhöhungen auf Kraftstoffe entzündet, die Macron und die Regierung im Zuge einer Ökoreform durchsetzen wollten.

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