Anschlag

Nach Anschlag auf Russen-Jacht - Verfahren auf Mallorca eingestellt

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Spanien,

Knapp zweieinhalb Monate nach einem Anschlag auf die Luxusjacht eines Russen auf Mallorca ist das Verfahren gegen einen Ukrainer eingestellt worden.

mallorca
US-Bundesbeamte und die spanische Guardia Civil durchsuchen die Jacht «Tango» in Palma de Mallorca. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Verfahren gegen einen Ukrainer wegen einesAnschlags wurde eingestellt.

Knapp zweieinhalb Monate nach einem Anschlag auf die Luxusjacht eines Russen auf Mallorca ist das Verfahren gegen einen Ukrainer eingestellt worden. Die Ermittlungen würden beendet, weil man den Beschuldigten nicht mehr ausfindig machen könne, berichteten die Zeitung «Diario de Mallorca» und andere Medien der spanischen Insel am Montag unter Berufung auf Justizsprecher. Zudem werde ihm eine relativ geringe Sachbeschädigung zur Last gelegt. Somit komme es nicht zur Anklage. Ein Sprecher des zuständigen Amtsgerichts in der Inselhauptstadt Palma bestätigte auf Anfrage die Informationen.

Der aus der Ukraine stammende Seemann und Maschinenwart Taras O. hatte in Interviews mit spanischen Medien und auch vor dem Untersuchungsrichter zugegeben, dass er am 26. Februar versucht habe, im Nobelhafen Porto Adriano bei Santa Ponsa im Südwesten der Mittelmeerinsel die Luxusjacht «Lady Anastasia» seines russischen Arbeitgebers zu versenken. Er habe sich damit für die Invasion in seiner Heimat rächen wollen. Sein Chef sei ein ranghoher Angehöriger eines russischen Konzerns, der Kriegswaffen produziere. Sein eigenes Haus in der Ukraine sei bei einem russischen Angriff zerstört worden.

Der Ukrainer hatte auf der Jacht nach Angaben der mallorquinischen Polizei unter anderem mehrere Ventile geöffnet, um den Maschinenraum zu fluten. Dabei sei die etwa sieben Millionen Euro teure und 47 Meter lange «Lady Anastasia» beschädigt worden, hiess es. Verletzte gab es den amtlichen Berichten zufolge nicht.

Nachdem er unter Auflagen auf freien Fuss gesetzt worden war, flog der Beschuldigte nach Medienberichten und eigenen Angaben in die Ukraine, um dort für sein Land zu kämpfen. Sein Schicksal und sein Aufenthaltsort sind derzeit unbekannt. Auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln leben nach amtlichen Zahlen zur Zeit insgesamt rund 2100 Ukrainer und etwa 2000 Russen.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

kino
13 Interaktionen
Lohnt sich das?
Crans-Montana
1 Interaktionen
«Kritischer Zustand»

MEHR IN NEWS

1 Interaktionen
Washington
Wintersturm
6 Interaktionen
Washington

MEHR ANSCHLAG

Kabul Tote
1 Interaktionen
Explosion
anschlag magdeburg
Anschlag von Magdeburg
37 Interaktionen
Berlin

MEHR AUS SPANIEN

formel 1
8 Interaktionen
Ein Team ist top!
Blindenhund
338 Interaktionen
«Könnte kotzen»
Lewis Hamilton Ferrari Shakedown
10 Interaktionen
Ferrari-Star
Mark Rutte
6 Interaktionen
Nach Deutschland