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Anschlag: Russische Botschaft in Italien macht Kiew Vorwürfe

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Bern,

Nach dem tödlichen Sprengstoffanschlag in einem Restaurant in einem Moskauer Ausgehviertel hat die russische Botschaft in Italien Vorwürfe gegen die Ukraine erhoben.

Russische Botschaft in Berlin
Nach dem tödlichen Sprengstoffanschlag in einem Restaurant in einem Moskauer Ausgehviertel hat die russische Botschaft in Italien Vorwürfe gegen die Ukraine erhoben. (Symbolbild) - keystone

«Die blutigen Fangarme der Terrorbande Selenskyjs haben das italienische Restaurant «Balzi Rossi» in Moskau erreicht«, teilte die russische Botschaft in Italien in sozialen Medien mit. «Es ist klar, dass die Terroristen aus Kiew, die einen Terroranschlag in einem der besten italienischen Restaurants Moskaus planten, Italiener einschüchtern wollten, die in Russland arbeiten», hiess es weiter in der Mitteilung.

Bisher hatte Moskau die Ukraine und ihren Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nicht offiziell beschuldigt. Nur dank des Sicherheitsdienstes seien der aus Neapel stammende Chefkoch und sein Team unverletzt geblieben, teilte die Botschaft weiter mit.

Am Samstagabend war es in einem Restaurant in Moskau zu einer Explosion gekommen. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin hatte am Vortag den Vorfall als «brutalen Terrorakt» bezeichnet. Mehrere Menschen kamen ums Leben. Zu den Hintergründen halten sich die Behörden bedeckt.

In der Mitteilung der Botschaft war nun die Rede von fünf Todesopfern und 19 Verletzten, was frühere Angaben verschiedener Nachrichtenkanäle bei Telegram bestätigte. Das Nationale Antiterror-Komitee hatte zuvor von 3 Toten und 21 Verletzten gesprochen. Demnach handelte es sich um eine Frau, die verdächtigt wird, den Sprengsatz zu dem Restaurant gebracht zu haben, den Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes, der sie nicht ins Lokal gelassen habe, und um einen Gast.

Formuliert in einer Frage vergleicht die Botschaft die Kiewer Führung mit den Terrororganisationen Al-Kaida und dem Islamischen Staat. Sie fragt, ob noch jemand daran zweifle, dass Selenskyj, seinem Präsidialamtschef Kyrylo Budanow, dessen Vorgänger Andrij Jermak, Ex-Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow und anderen das Ende von Al-Kaida-Terrorchef Osama bin Laden und seinesgleichen bevorstehe. Bin Laden wurde 2011 von einem US-Spezialkommando im pakistanischen Abbottabad aufgespürt und getötet.

Die Botschaft sieht in der Explosion in dem Restaurant und in «anderen Terroranschlägen in Russland, Monaco und an anderen Orten» eine Bestätigung dafür, dass sich eine «ukrainische Terrorepidemie» in Europa und insbesondere Italien beginne auszubreiten.

In Monaco war Ende Juni der ukrainische Geschäftsmann Wadym Jermolajew bei einer Explosion schwer verletzt worden. Er beschuldigte anschliessend den ukrainischen Militärgeheimdienst HUR. Die mutmassliche Täterin wurde später in der Ukraine getötet.

Die Tageszeitung «Kommersant» hatte unter Berufung auf eigene Quellen berichtet, dass das Ziel der Attacke in Moskau die Gäste einer privaten Veranstaltung in dem Restaurant waren. Die Bombe mit Metallkugeln soll demnach über eine Fernsteuerung gezündet worden sein, als die Frau von dem Wachdienst überprüft wurde. Womöglich habe die Frau aber nichts gewusst vom Inhalt des Pakets, das sie bei sich trug – und das für eine gewöhnliche Zustellung eines Geschenks gehalten.

Russische Militärblogger schrieben bei Telegram, dass in dem Restaurant ein General der Streitkräfte seinen 55. Geburtstag gefeiert habe. Demnach kursierte der Name Alexander Tschajko. Der mit EU-Sanktionen belegte General ist seit Mai dieses Jahres Chef der russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte. Er soll dort auch seine Beförderung gefeiert haben. Unter den Gästen seien ranghohe Geheimdienstler, Beamte, Abgeordnete und Generäle gewesen, hiess es. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür nicht.

Immer wieder werden seit Beginn des Moskauer Angriffskriegs gegen die Ukraine 2022 ranghohe Militärs und Propagandisten zur Zielscheibe von Attentaten auch in Russland. Der stellvertretende Chef des russischen Armeegeheimdienstes, Wladimir Alexejew, wurde im Februar dieses Jahres durch Schüsse schwer verletzt. Im April 2025 kam Generalleutnant Jaroslaw Moskalik durch die Explosion einer Autobombe ums Leben.

Im Dezember 2024 war Igor Kirillow, der Chef der russischen ABC-Abwehrtruppen, ebenfalls durch einen Bombenanschlag getötet worden. Der ukrainische Geheimdienst bekannte sich zu der Tat.

Kommentare

User #1168 (nicht angemeldet)

Und in der Schweiz existieren ca. 2000 Tausend Russische Firmen die dem Kreml Regime zuzurechnen sind und an unseren Bruttosozialprodukt mitverdienen. Ja ihr lieben Schweizer, das haben die netten Sprecher beim (Burezmorge) wohl nicht erwähnt.

User #5371 (nicht angemeldet)

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