Moskau setzt vermutlich Abwehrraketen in Bodenoffensive ein

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Der britische Geheimdienst teilt neue Einschätzungen. Demnach setze Russland Abwehrraketen in Bodenoffensive ein.

    abwehrraketen
    Einige Abwehrraketen. (Symbolbild) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der britische Geheimdienst vermutet, Russland brauche Abwehrraketen auch am Boden.
    • Als Beispiel nennt er den Angriff auf einen humanitären Konvoi in Saporischschja.

    Nach Einschätzung britischer Geheimdienste setzt Moskau bei seiner Bodenoffensive in der Ukraine mittlerweile Abwehrraketen ein, die eigentlich für den Abschuss von Flugzeugen oder anderen Geschossen bestimmt sind.

    Bei einem Angriff auf einen Konvoi südöstlich der Stadt Saporischschja am Freitag sei mutmasslich eine solche Luftabwehrrakete mit grosser Reichweite eingesetzt worden, hiess es am Samstag im täglichen Kurzbericht des britischen Verteidigungsministeriums. Lokalen Behörden zufolge seien dabei 25 Zivilisten zu Tode gekommen.

    Saporischschja
    Saporischschja, im Südosten der Ukraine, wurde nicht das erste Mal von einer russischen Rakete getroffen - hier ein früheres Beispiel. - sda

    Die britischen Geheimdienste werten den Einsatz einer solchen Rakete als Zeichen russischer Munitionsengpässe, da diese Waffen als strategisch wertvoll und nur in begrenzter Zahl vorhanden gelten.

    Moskau setze mutmasslich nun auch solche Waffen ein, um sich taktische Vorteile zu verschaffen und nehme dabei hin, dass Zivilisten getötet würden, die nach der völkerrechtswidrigen Annexion mehrerer ukrainischer Gebiete als eigene Bürger Russlands gelten müssten.

    Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine am 24. Februar unter Berufung auf Geheimdienstinformationen täglich Informationen zum Kriegsverlauf. Damit will die britische Regierung sowohl der russischen Darstellung entgegentreten als auch Verbündete bei der Stange halten. Moskau wirft London eine gezielte Desinformationskampagne vor.

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