Neues ETH-Projekt soll Mond mit Glasfasern untersuchen
ETH-Forschende wollen Glasfasern auf dem Mond einsetzen, um dessen innere Struktur genauer zu erforschen.

Seit etwa fünfzig Jahren stützen sich Wissenschaftler weltweit auf alte Messdaten aus den Apollo-Missionen, berichtet «swissinfo.ch». Diese verfügbaren Messungen bieten den Forschenden dabei allerdings nur fragmentarische Einblicke in die innere Mondstruktur.
Ein Forschungsteam der ETH Zürich unter der Leitung von Professor Johan Robertsson verfolgt jetzt einen bahnbrechenden innovativen Ansatz. Die Fachzeitschrift «Earth Space Science» berichtet von innovativen leichten Glasfaserkabeln, die ausgerollt werden könnten.
Diese speziellen Glasfaserkabel funktionieren nicht wie einzelne Messinstrumente, sondern wie Tausende gleichmässig verteilter präziser Sensoren. Die sogenannte DAS-Technologie (Distributed Acoustic Sensing) bildet das wissenschaftliche Herzstück dieser revolutionären Messmethode.
Mond mit Glasfasern erforschen
Ein hochempfindlicher Laser sendet kontinuierlich kurze Lichtpulse durch das Glasfaserkabel hindurch mit höchster wissenschaftlicher Präzision. Seismische Wellen verändern dabei die charakteristische Streuung dieses Lichts in messbarer wissenschaftlicher Weise, schreibt «science.orf.at».
Ein spezialisiertes Messgerät zeichnet diese feinen Veränderungen präzise auf und bestimmt exakt die räumliche Position. Auf der Erde wird diese innovative Technologie bereits erfolgreich zur Überwachung von Erdbeben und Erdrutschen eingesetzt.
Der Mond erweist sich für diese hochpräzise Sensormethode als geradezu ideal und vollkommen optimal geeignet für Messungen, schreibt «swissinfo.ch». Es existiert dort oben keine Atmosphäre und kein Wind, welcher die präzisen wissenschaftlichen Messungen stören könnte.
Mondstaub und zukünftige Mondmissionen
Nach detaillierten Angaben des Wissenschaftsportals «ingenieur.de» funktionieren die innovativen Kabel zuverlässig und präzise auf der rauen Mondoberfläche.

Ein aufwendiges Vergraben im lockeren Mondstaub ist nachweislich nicht erforderlich für zuverlässige und genaue Messergebnisse.
Die empfindlichen Glasfaserkabel könnten genau messen, wie viel extrem feiner Mondstaub Raketen beim Landen aufwirbeln. Dies hilft zukünftigen Astronauten und Astronautinnen erheblich, die verschiedenen Gefahren des feinen Materials besser einzuschätzen.












