Mordprozess im Fall Fabian in Deutschland begonnen
Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen und bei grossem Öffentlichkeitsinteresse hat rund sechseinhalb Monate nach dem gewaltsamen Tod des achtjährigen Fabian in Deutschland der Prozess gegen eine 30 Jahre alte Tatverdächtige begonnen.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihr Mord aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen vor.
Das Kind war am 10. Oktober vorigen Jahres verschwunden und vier Tage später an einem Teich im Nordosten Deutschlands, etwa 15 Kilometer südlich von Güstrow im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, tot aufgefunden worden.
An dem Prozess am Landgericht Rostock nimmt Fabians Mutter als Nebenklägerin teil. Die persönliche Begegnung mit der Angeklagten falle ihrer Mandantin sehr schwer, sagte ihre Anwältin Christine Habetha.
Auch Güstrows Bürgermeister Sascha Zimmermann verfolgt den Prozess, um Informationen aus erster Hand zu bekommen. Der Fall belaste die Menschen in Güstrow emotional. Er hoffe auf Aufklärung durch den Prozess.
Die Angeklagte, die seit 7. November in Untersuchungshaft sitzt, äusserte sich bislang nicht zu den Vorwürfen. Am ersten Prozesstag sollte zum Auftakt die Anklage verlesen werden. Zeugen waren zunächst nicht geladen. Rund 80 Zuschauer und etwa 30 Medienvertreter verfolgten den Prozessbeginn. Insgesamt sind bis zum 2. Juli 17 Verhandlungstage angesetzt.










