Ministerium in London prüft Militärakten auf Epstein-Flüge

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Grossbritannien,

Im Skandal um Sexualstraftäter Jeffrey Epstein prüft das britische Verteidigungsministerium eine mögliche Verbindung zu Stützpunkten der Royal Air Force (RAF).

Epstein wurde tot in seiner Gefängniszelle entdeckt
Epstein wurde tot in seiner Gefängniszelle entdeckt - Florida Department of Law Enforcement/AFP/Archiv

Konkret geht es um den Verdacht, dass Epstein die Flugplätze der Luftstreitkräfte genutzt hat, um junge Frauen und Mädchen nach Grossbritannien zu schmuggeln, wie die Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf das Verteidigungsministerium berichtete.

Beamte des Ministeriums sollen demnach mehr als zwei Jahrzehnte alte Militärunterlagen prüfen und relevante Akten der Polizei übergeben. Der 2019 in Haft gestorbene Multimillionär hatte über Jahre einen Missbrauchsring mit einer bis heute unbekannten, hohen Zahl an Opfern betrieben.

Mit der Untersuchung soll sichergestellt werden, «dass alle Informationen zu Epsteins Verbrechen aufgedeckt und den zuständigen Behörden zur Verfügung gestellt werden», sagte ein Sprecher des Ministeriums laut PA. Dass Flugplätze der RAF etwa auch von Privatjets genutzt werden, ist demnach nicht ungewöhnlich.

Die Londoner Met Police hatte angekündigt, mögliche Verbindungen von Epstein zu britischen Flughäfen zu prüfen. Im Fokus steht auch der Militärflugplatz Northolt. Die Polizei der Grafschaft Essex prüft aktuell ebenso, ob Epstein den Flughafen London-Stansted als Drehkreuz für das Schleusen von Missbrauchsopfern nutzen liess.

Mehrere Mails aus den jüngst veröffentlichten Epstein-Akten legen dem Sender Sky zufolge nahe, dass der Multimillionär die beiden RAF-Flugplätze Northolt und Marham mindestens viermal zwischen 2000 und 2019 nutzte.

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