Merz verteidigt sich gegen Kritik - Ehrgeizige Ziele setzen
Der deutsche Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz hat sich gegen Kritik verteidigt, er habe nach der Regierungsübernahme im Mai 2025 zu ehrgeizige Ziele gesetzt.

«Mir wurde in den vergangenen Monaten immer wieder mal gesagt und vorgehalten, ich hätte zu ambitionierte Ziele in Aussicht gestellt», sagte Merz auf dem CDU-Parteitag in Stuttgart im Bundesland Baden-Württemberg, in dem am 8. März ein neues Regionalparlament gewählt wird. Er fügte hinzu: «Vielleicht haben wir nach dem Regierungswechsel nicht schnell genug deutlich gemacht, dass wir diese gewaltige Reformanstrengung nicht von heute auf morgen schaffen werden» – diese Kritik nehme er an.
Die CDU stellt mit ihrer bayerischen Schwesterpartei CSU und den Sozialdemokraten der SPD die derzeitige deutsche Regierung. Viel Kritik gibt intern aber auch ausserhalb der CDU auch daran, dass Merz zu viele Zugeständnisse gegenüber der SPD mache.
In Wahrheit gehe es aber um eine ganz andere Frage, sagte Merz weiter und fragte: «Muss da nicht jemand auf der Brücke stehen, der antreibt, der anspornt, der ermutigt, der neue Chancen und Möglichkeiten ebenso beim Namen nennt wie Hindernisse, Widerstände und alte Gewohnheiten, die uns dabei im Wege stehen.» So verstehe er seine Rolle in der Regierung.
«Ich will nicht nur moderieren. Ich will nicht nur den kleinsten gemeinsamen Nenner als unser grösstes Ziel ausrufen», sagte Merz. «Ich will antreiben, ich will uns ehrgeizige Ziele setzen, ich will uns motivieren – ja, ich möchte uns zu Höchstleistungen motivieren.» Unter breitem Applaus rief der Kanzler: «Deutschland muss zur Höchstform auflaufen.»
Er glaube an die positive Kraft einer solchen Vision, sagte Merz. «Ich sage, was geht – und sage nicht ständig, was nicht geht. Ich möchte aufbauen – und mich nicht von Pessimismus, Fatalismus und Denkfaulheit herunterziehen lassen.» Er ergänzte: «Dafür haben wir keine Zeit mehr, das ist Zeitverschwendung.»










