Meloni als Engel – Fresko sorgt für Aufsehen
Ein restaurierter Engel mit Melonis Gesicht löst Empörung aus. Der Vatikan und die Opposition fordern Untersuchungen wegen der umstrittenen Darstellung.

Ein restauriertes Fresko in der römischen Basilika San Lorenzo in Lucina sorgt derzeit für heftige Kontroversen. Besucher entdeckten, dass ein Engel verblüffende Ähnlichkeit mit Ministerpräsidentin Giorgia Meloni aufweist, wie «La Repubblica» berichtete.
Das Fresko befindet sich an einem Denkmal für Umberto II, Italiens letzten König. Die Engelsfigur hält eine Schriftrolle mit der italienischen Landkarte in der Hand.
Bruno Valentinetti, der 83-jährige Restaurator, weist die Vorwürfe zurück. Er habe lediglich wiederhergestellt, was bereits vor 25 Jahren existiert habe, schreibt «Euronews».
Vatikan schaltet sich ein
Der Küster und Hobbykünstler lebt in der Basilika-Sakristei und öffnet täglich die Kirche. Laut «La Repubblica» führte er bereits früher Arbeiten für Silvio Berlusconi durch, wie «Huffington Post» berichtet.
Kardinal Baldo Reina, päpstlicher Vikar für die Diözese Rom, mahnte eindringlich zur Zurückhaltung. Sakrale Kunst dürfe nicht für unangebrachte Zwecke instrumentalisiert werden, erklärte er laut «Euronews».
Das Vikariat kündigte eine Untersuchung mit Pfarrer Daniele Micheletti an. Die Veränderung sei eine eigenständige Initiative des Dekorateurs gewesen, hiess es offiziell.
Opposition fordert Konsequenzen
Die Demokratische Partei reagierte scharf auf den Vorfall in Rom. Irene Manzi forderte Kulturminister Alessandro Giuli auf, die römische Denkmalbehörde einzuschalten, berichtet «Euronews».
Eine willkürliche Veränderung geschützter Kunstwerke stelle einen inakzeptablen Präzedenzfall dar.
Auch die Fünf-Sterne-Bewegung verlangte Aufklärung über mögliche Verantwortlichkeiten, wie «Sky TG24» meldete.
Meloni reagiert mit Humor auf Engelsfresko
Die Ministerpräsidentin kommentierte den Wirbel auf Instagram mit Ironie. «Nein, ich sehe sicherlich nicht wie ein Engel aus», schrieb sie, wie «Web.de» berichtet.

Zum Beitrag fügte die 49-Jährige ein lachendes Emoji hinzu. Daniela Porro von der römischen Denkmalbehörde ordnete einen Sopralluogo an, berichtete «ANSA».
San Lorenzo in Lucina gehört zu Roms ältesten christlichen Kirchen. Ihre Wurzeln reichen bis ins fünfte Jahrhundert zurück.












