Grundsätzlich befürworten die Deutschen Auslandseinsätze der Bundeswehr. Es gibt jedoch deutliche Unterschiede im Hinblick auf die Ziele der Missionen.
Ein Soldat der Bundeswehr sichert am Stadtrand von Kundus ein Gebäude (Archiv). Die Deutschen sind grundsätzlich dafür, dass Bundeswehrsoldaten im Ausland eingesetzt werden. Foto: Hannibal Hanschke/dpa
Ein Soldat der Bundeswehr sichert am Stadtrand von Kundus ein Gebäude (Archiv). Die Deutschen sind grundsätzlich dafür, dass Bundeswehrsoldaten im Ausland eingesetzt werden. Foto: Hannibal Hanschke/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine deutliche Mehrheit der Deutschen ist grundsätzlich dafür, dass die Bundeswehr im Ausland eingesetzt wird.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Zeitschrift «Internationale Politik» unterstützten 75 Prozent Einsätze zur Evakuierung von deutschen Staatsangehörigen oder bedrohten Zivilisten aus Notsituationen wie kürzlich in Afghanistan. 63 Prozent meinten, deutsche Soldaten sollten bei der Überwachung und Umsetzung von Friedensabkommen zum Beispiel in Blauhelm-Missionen mitwirken. An einer solchen Mission ist die Bundeswehr derzeit im westafrikanischen Mali beteiligt. 59 Prozent sprachen sich für Einsätze zur Verhinderung von Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit aus.

Keine Mehrheit für Kampfeinsätze gegen Terroristen

Keine Mehrheit gibt es dagegen für Einsätze zur Ausbildung von Sicherheits- und Streitkräften anderer Länder (39 Prozent) sowie für Kampfeinsätze gegen terroristische Gruppen (37 Prozent). 14 Prozent der Befragten meinen, die Bundeswehr sollte gar nicht im Ausland eingesetzt werden.

Derzeit sind rund 2200 deutsche Soldaten an elf Einsätzen im Ausland beteiligt. Mehr als die Hälfte davon ist in Mali stationiert. Nach dem gescheiterten Bundeswehreinsatz in Afghanistan gibt es eine Diskussion darüber, zu welchen Zwecken die Bundeswehr im Ausland eingesetzt werden soll.