Linksextremismus

    Mehrheit der Deutschen hält Linksextremismus für gefährlich

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Die Sorge wächst: 59 Prozent der Bürger in Deutschland sieht hohe Gefahr durch Linksextremismus. Nur 4 Prozent glauben, es besteht keine Bedrohung.

    Protest
    Bei Protesten gegen das Urteil im Prozess gegen Lina E. in Leipzig stehen Polizisten in roten Qualm. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • 59 Prozent der deutschen Bürger glaubt, dass vom Linksextremismus eine Gefahr ausgeht.
    • Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov.
    • Proteste nach der Verurteilung von Lina E. führten zu Gewalt gegen Polizeibeamte.

    Eine Mehrheit von 59 Prozent der Bürger in Deutschland glaubt, dass vom Linksextremismus in dem Land aktuell eine Gefahr ausgeht. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur.

    Demnach sehen hier 32 Prozent der Menschen eine eher hohe Gefahr. 27 Prozent der Befragten denken, dass vom Linksextremismus sogar eine sehr hohe Gefahr ausgeht.

    Eine geringe Gefahr nehmen 26 Prozent der Bürgerinnen und Bürger wahr. Lediglich vier Prozent der Befragten sagten, der Linksextremismus stelle gar keine Gefahr dar. Elf Prozent der Deutschen hatten keine Meinung zu der Frage: «Für wie hoch, wenn überhaupt, halten Sie allgemein die Gefahr, die von Linksextremisten aktuell ausgeht?»

    Stein auf Strasse
    Mehrere Hundert Menschen protestierten gegen Durchsuchungen der Sonderkommission Linksextremismus (Soko «LinX») der Polizei in Leipzig im Jahr 2020. - Keystone

    Wenige Tage vor der Befragung war die Linksextremistin Lina E. zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Das Oberlandesgericht Dresden sprach die 28-Jährige wegen mehrerer Angriffe auf Rechtsextreme der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung für schuldig.

    Proteste in mehreren Städten

    Drei mitangeklagte Männer erhielten Strafen zwischen zwei Jahren und fünf Monaten sowie drei Jahren und drei Monaten. Die Angeklagten haben Revision gegen ihre Verurteilung eingelegt.

    In den Tagen nach der Urteilsverkündung hatte es in mehreren Städten Proteste von Sympathisanten gegeben. Dabei kam es zu Gewalt gegen Einsatzkräfte der Polizei.

    Nach Ausschreitungen in Leipzig hatte Innenministerin Nancy Faeser gesagt: «Die sinnlose Gewalt von linksextremistischen Chaoten und Randalierern ist durch nichts zu rechtfertigen. Wer Steine, Flaschen und Brandsätze auf Polizisten wirft, muss dafür konsequent zur Rechenschaft gezogen werden.»

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