Mehrere Tote bei ukrainischem Angriff auf Enerhodar
Bei einem ukrainischen Angriff auf die besetzte Stadt Enerhodar nahe Saporischschja sind nach russischen Angaben mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen.

Weitere vier Bewohner der Stadt seien verletzt worden, sagten Alexej Lichatschow, Leiter der russischen Atombehörde Rosatom, sowie der von Moskau eingesetzte regionale Gouverneur Jewgenij Balizkij. Die Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden.
Lichatschow warf europäischen Politikern und Organisationen nach Angaben der Staatsagentur Tass vor, sich «hinter dem Deckmantel europäischer Politkorrektheit zu verstecken» oder die Angriffe gegen Enerhodar «einfach zu ignorieren». Nach seiner Darstellung kamen seit Ende April im Stadtgebiet mindestens elf Bewohner bei ukrainischen Angriffen ums Leben.
Enerhodar mit ursprünglich etwa 53'000 Einwohnern liegt in der Nähe des von Russland kontrollierten Atomkraftwerks Saporischschja. Das Kernkraftwerk gilt als grösster Arbeitgeber der Bewohner der Stadt.
Das mit sechs Reaktoren und einer Nennleistung von 6000 Megawatt grösste Atomkraftwerk Europas steht seit März 2022 unter russischer Kontrolle. Es produziert derzeit keinen Strom. Mehrere ukrainische Rückeroberungsversuche scheiterten. Ein Team der internationalen Atombehörde IAEA ist ständig vor Ort, um die Lage zu beobachten und durch seine Präsenz einen Atomunfall zu verhindern.










