Die EU setzt vermehrt auf die Nutzung von erneuerbaren Energien. Die Netto-Emissionen sollen bis 2030 um 55 Prozent gesenkt werden.
Erneuerbare Energie
Ein Windpark. - dpa/AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Es wird immer wie mehr auf erneuerbare Energie gesetzt.
  • Erstmals wurde mehr Strom mit erneuerbaren Energien erzeugt als mit fossilen Brennstoffen.
  • Das Ziel sei es, bis 2050 eine Klimaneutralität zu erreichen.

In der EU wurde im vergangenen Jahr erstmals mehr Strom mit erneuerbaren Energien erzeugt als mit fossilen Brennstoffen. Der Anteil von Windkraft & Co lag an der Stromerzeugung 2020 bei 38 Prozent. Dies laut einem am Dienstag von der EU-Kommission veröffentlichten Bericht. Fossile Energieträger kamen hingegen nur noch auf 37 Prozent, Atomkraftwerke auf 25 Prozent.

Die Treibhausgasemissionen konnten dem Bericht zufolge um rund 31 Prozent unter den Wert von 1990 gedrückt werden. Einen signifikanten Einfluss darauf hatte allerdings auch die Corona-Pandemie, die die Wirtschaftsaktivität und damit auch den Stromverbrauch einbrechen liess.

Klimaneutralität als Ziel

«Obwohl es eine Reihe ermutigender Trends gibt, werden grössere Anstrengungen erforderlich sein. Dies um das Ziel zu erreichen, die Netto-Emissionen bis 2030, um mindestens 55 Prozent zu senken. Zudem soll bis 2050 eine Klimaneutralität erreicht werden», kommentierte die EU-Kommission zu den Zahlen. So haben beispielsweise noch immer fünf EU-Staaten kein konkretes Datum für den Ausstieg aus der besonders klimaschädlichen Kohleverstromung festgelegt.

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Die Netto-Emissionen sollen anhand von erneuerbarer Energie reduziert werden. - pixabay

Hoch blieb auch die Abhängigkeit von Energieexporten aus Drittstaaten. So erreichte der Anteil der Einfuhren 2019 netto 60,6 Prozent. Dies sei der höchste Wert in den vergangenen 30 Jahren heisst es in dem Bericht.

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