Medikamente in Grossbritannien werden wegen des Brexits knapp

    In Grossbritannien sind mehrere Medikamente nur noch schwer zu bekommen. Offenbar haben sich viele Briten wegen des Brexits Vorräte angehäuft.

    shop apotheke europe
    Seit 2024 gilt für Originalpräparate bei Mehrpreis ein Selbstbehalt von 40 Prozent. (Symbolbild) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Grossbritannien kommt es zu Engpässen bei Medikamenten.
    • Experten vermuten, dass dies teils mit der Angst der Briten vor dem Brexit zu tun hat.

    Medikamenten-Knappheit im Vereinigten Königreich: Etliche Medikamente sind derzeit nicht erhältlich. Laut Experten hat dies zumindest teilweise mit dem Brexit zu tun – die Regierung verneint dies.

    Zu den knappen Tabletten gehören neben Schmerzmitteln vor allem Antidepressiva und blutdrucksenkende Pharmazeutika. Gesamthaft 80 Medikamente hat die Regierung auf die «Engpass-Liste» gesetzt, berichtet der «Spiegel». Noch im Oktober standen nur 45 auf derselben Liste.

    Die Probleme sollen derweil auch in Nordirland, Wales und Schottland bestehen. Gareth Jones vom Apothekerverband «National Pharmacy Association» glaubt fest an einen Zusammenhang mit dem Brexit. Er glaubt, die Medikamente würden deswegen knapp, weil viele Briten aus Sorge vor einem chaotischen Brexit angefangen hätten, sie zu horten. Dies sagte er zur «BBC».

    Die Regierung wiegelt ab. Und auch das Ministerium äusserte sich bereits im Dezember zum angeblichen Zusammenhang zum Brexit: Obwohl die Vertreter Pläne bekannt gaben, dass es Apothekern in Zukunft erlaubt sein soll, andere Medikamente herauszugeben als diejenigen, die verschrieben worden sind, streiten sie eine Verbindung ab.

    Aber: Schon letzten Sommer hätten die Behörden die Pharmaunternehmen des Landes angewiesen, bis zum geplanten Brexit-Termin im kommenden März zusätzliche Vorräte für sechs Wochen anzulegen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Anti-Brexit-Demonstranten.
    1 Interaktionen
    Um 10 Prozent
    Eine britische Flagge mit den Sternen der EU-Flagge weht während einer Anti-Brexit-Demonstration vor dem Parlament.
    Fähren gebucht
    Theresa May hält eine Rede.
    1 Interaktionen
    Schlappe für May
    Betreutes Wohnen
    1 Interaktionen
    Betreutes Wohnen

    MEHR IN NEWS

    Schweizer Technologie
    Antriebe
    katze
    Santiago de Chile
    spanien
    7 Interaktionen
    69 Tote
    Washington

    MEHR AUS GROSSBRITANNIEN

    Bushby
    16 Interaktionen
    28 Jahre unterwegs
    King Charles
    21 Interaktionen
    London
    Granit Xhaka
    12 Interaktionen
    Krise vor Rückkehr