Seit Monaten bereiten sich die Sicherheitsbehörden auf Proteste gegen den G7-Gipfel vor. Bisher war wenig von den Gipfel-Gegnern zu hören. Nun werden allerdings schwerwiegende Taten bekannt.
„No G7“ ist auf ein Werbeplakat einer Baufirma gesprüht.
„No G7“ ist auf ein Werbeplakat einer Baufirma gesprüht. - Angelika Warmuth/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Vor dem G7-Gipfel auf Schloss Elmau nahe Garmisch-Partenkirchen hat es teils gefährliche Manipulationen an Stromverteilerkästen gegeben.

Mehrmals waren im Juni an den Stromkästen einer Hilfsorganisation Kabel so umgesteckt worden, dass kein Strom floss - und dass bei der Reparatur ein Stromschlag für den betreffenden Mitarbeiter nicht ausgeschlossen gewesen wäre, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen erfuhr. Demnach werden Verdächtige unter den Gegnern des Gipfels vermutet. Es sei aber niemand zu Schaden gekommen. Ermittelt werde wegen Sachbeschädigung.

Es handele sich um Verteilerkästen innerhalb des Sicherheitsbereichs, der am Sonntag geschlossen worden war. Bis zum 28. Juni um 24.00 Uhr hat dort nur Zutritt, wer eine Akkreditierung vorweisen kann.

Vereinzelt gab es auch Schmierereien, etwa «G7 verschieben» und «No G7». Wegen der örtlichen und zeitlichen Nähe zum Gipfel sowie der Art der Beschädigungen sei davon auszugehen, dass es sich um politisch motivierte Straftaten handeln dürfte, teilte die Polizei hierzu mit.

Das G7-Treffen soll vom 26. bis 28. Juni zum zweiten Mal in Schloss Elmau zu Füssen des Wettersteingebirges stattfinden. Schon 2015 hatten sich die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten in dem alpinen Luxushotel getroffen.

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