In Malta muss man künftig nicht mehr volljährig sein, um politisch mitdiskutieren zu dürfen. Es ist nach Österreich bereits das zweite EU-Land, in dem das nationale Wahlrecht ab 16 Jahren eingeführt wird.
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Symbolbild - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Malta erlaubt bereits 16-Jährigen das Wählen.
  • Im Kanton Basel-Landschaft wurde die Initiative für ein Stimmrecht ab 16 am Wochenende verworfen.

Malta senkt das generelle Wahlalter von 18 auf 16 Jahre. Einen entsprechenden Beschluss nahmen die Abgeordneten des maltesischen Parlamentes am Montag in der Hauptstadt Valletta einstimmig an. Malta ist damit das zweite EU-Land nach Österreich, in dem das nationale Wahlrecht ab 16 Jahren eingeführt wird. Damit können 16- und 17-Jährige bereits bei der Europawahl 2019 erstmals mit abstimmen.

So sieht es in der Schweiz aus

Am Wochenende haben die Baselbieter die Initiative für ein kantonales und kommunales Stimm- und Wahlrecht ab 16 Jahren bachab geschickt. Derzeit dürfen sich 16- bis 18-Jährige nur im Kanton Glarus an politischen Abstimmungen beteiligen. Ausländerinnen und Ausländer haben in den Kantonen Neuenburg und Jura ein passives Stimm- und Wahlrecht auf kantonaler Ebene sowie in mehreren Kantonen auf Gemeindeebene.

Und so in Deutschland

In Deutschland dürfen bei Bundestags- und Europawahlen weiterhin erst 18-Jährige abstimmen. Bei Kommunalwahlen wurde 1996 das Wahlrecht ab 16 Jahren erstmals in Niedersachsen eingeführt. Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein zogen auf kommunaler Ebene nach. Bei Landtagswahlen dürfen Jugendliche ab 16 nur in Brandenburg, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein mitbestimmen.

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