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Vor Wahl: AfD in Berlin erstmals in Umfrage auf Platz eins

Keystone-SDA
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Deutschland,

Knapp zwei Monate vor der Wahl zum Parlament Berlins liegt die rechtspopulistische AfD bei einer repräsentativen Umfrage das erste Mal vorn.

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Ministerpräsident von Baden-Württemberg, spricht während einer Landtagssitzung im Landtag von Baden-Württemberg zur AfD Fraktion. - keystone

Wenn am nächsten Sonntag gewählt würde, käme die Partei nach der Befragung des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag des Nachrichtenportals «Nius» auf 19 Prozent. Die regierende christdemokratische CDU und Die Linke folgen mit jeweils 18 Prozent dicht dahinter, wie «Nius» berichtet.

Die Grünen kommen der Umfrage zufolge auf 16 Prozent, die sozialdemokratische SPD – die Koalitionspartnerin der CDU – auf 13 Prozent. CDU, Grüne und SPD haben erklärt, nicht mit der AfD koalieren zu wollen.

Für die repräsentative Umfrage wurden den Angaben zufolge 1.000 Berlinerinnen und Berliner zwischen dem 14. und 21. Juli online befragt – nach dem Rückzug des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner als CDU-Spitzenkandidat. Die Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 3,1 Prozentpunkten. Neuer Spitzenkandidat der CDU ist Finanzsenator Stefan Evers.

Walumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.

Eine ebenfalls repräsentative, am 16. Juli veröffentlichte Umfrage von Infratest Dimap im Auftrag des öffentlich-rechtlichen Senders RBB war zu anderen Ergebnissen gekommen: Dabei lag die Linke mit 22 Prozent vorn, die CDU mit 20 Prozent auf Platz zwei, gefolgt von den Grünen mit 17 und der AfD mit 16 Prozent. Die SPD kam bei der Sonntagsfrage auf 12 Prozent.

Die Wahl zum Abgeordnetenhaus – dem Parlament des deutschen Bundeslandes Berlin – ist am 20. September.

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Kommentare

User #4014 (nicht angemeldet)

@4796 Ihrer unteren Sichtweise stimme ich an sich zu. Dass politische Alternativen in der Demokratie explizit erlaubt sind, ist ja gerade ein Grundprinzip derselben. Entgegen bspw. Diktaturen, wo diese verfolgt/verboten/eliminiert werden. Voraussetzung dazu ist, logischerweise, dass diese Alternativen der freiheitlich- demokratischen Grundordnung verpflichtet sind. Gleichzeitig hat eine Demokratie sinnvollerweise Instrumente, wie in DE z.B. den BfV und das BVG, um sich vor "Alternativen", die dem entgegenstehen Fall, zu schützen. Im Falle der AFD ist das gegeben bzw. dringend angeraten, da diese bereits in Thüringen, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen als gesichert rechtsextremistisch gilt. Da die AFD somit momentan keine demokratische Option ist, erachte ich Ihre Schlussfolgerung als falsch und gefährlich, da sie die echten Sachverhalte verharmlost und pflichte @534 als Initiant der entsprechenden Subdiskussion bei.

User #3803 (nicht angemeldet)

Dieser Rechtsdrall ist sehr gefährlich. Ich verstehe die Sympathisanten nicht, die eine unerfahrene, Putin-freundliche und EU-ablehnende Partei wählen wollen. Ultra-rechts hatten wir schon mal in Deutschland. Das darf sich nicht wiederholen.

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