Lufthansa-Flug wegen brennender Powerbank nach Lyon umgeleitet
Eine brennende Powerbank zwingt einen Lufthansa-Flug von Frankfurt nach Lissabon zur ungeplanten Landung in Lyon.

Eine Powerbank geriet am Samstagabend an Bord des Lufthansa-Flugs LH1170 in Brand. Die Maschine war von Frankfurt nach Lissabon unterwegs und wurde deshalb nach Lyon umgeleitet, berichtet die «RP Online».
An Bord des Airbus A321-200 befanden sich 198 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder. Verletzt wurde nach Angaben der Lufthansa niemand.
Die Kabinencrew reagierte unmittelbar und brachte die brennende Powerbank in eine spezielle Schutztasche für Lithium-Batterien. Die Cockpitbesatzung erklärte anschliessend eine Luftnotlage und entschied sich für eine Ausweichlandung, wie die «L'essentiel» schreibt.
Landung in Lyon statt Weiterflug nach Lissabon
Die LH1170 war um 20:47 Uhr in Frankfurt gestartet und erreichte zunächst ihre Reiseflughöhe. Anschliessend änderte die Maschine über der Schweiz ihre Flugroute und nahm Kurs auf Lyon.
Um 21:55 Uhr setzte der Airbus sicher in Lyon auf. Die Passagiere übernachteten dort in Hotels und wurden am folgenden Tag auf alternative Flüge nach Lissabon umgebucht, so die «Borncity».
Der Vorfall rückt zugleich die Vorschriften für Powerbanks bei Flugreisen in den Fokus. Die Zusatzakkus dürfen bei Lufthansa nicht im Aufgabegepäck transportiert werden.
Lufthansa verschärft Regeln für Powerbanks an Bord
Auch die Ablage in den Gepäckfächern über den Sitzen ist demnach untersagt. Powerbanks sollen stattdessen so aufbewahrt werden, dass Passagiere und Besatzung im Fall einer Rauchentwicklung schnell darauf zugreifen können.
Die Nutzung und das Laden von Powerbanks sind bei Flügen der Lufthansa-Gruppe seit Anfang des Jahres untersagt. Eine Ausnahme gilt demnach für entsprechend genehmigte medizinische Geräte.

Für die betroffenen Lufthansa-Reisenden endete die Reise damit zunächst in Lyon. Die Weiterreise nach Lissabon erfolgte nach Angaben der «Borncity» am folgenden Tag mit Ersatzverbindungen.















