Papst Leo XIV. begeistert und scheut keine Kritik
Jubelnde Massen, klare Worte zu Abtreibung und Migration: Papst Leo XIV. hinterliess in Frankreich einen unverkennbaren Eindruck.

Papst Leo XIV. ist von Paris empfangen worden wie ein Popstar. Als er am ersten Abend 80'000 Jugendliche zum Abendgebet ins Stade de France lud, erklangen immer wieder «Leo, Leo»-Sprechchöre.
Zur Hauptmesse auf der Place de la Concorde und den Champs-Elysées strömten laut Vatikan 800'000 Gläubige: deutlich mehr als erwartet. Wie der «Bote der Urschweiz» berichtet, warteten die Anwesenden stundenlang und grüssten den Papst danach frenetisch.
Papst Leo XIV. besuchte als erster Papst überhaupt die nach dem Brand wiedereröffnete Kathedrale Notre-Dame. Laut «Standard» nannte er ihr Schicksal in seiner Predigt einen Beleg für die Lehre des Evangeliums vom «Aufbauen und Heilen».
Migrantenschutz und Abtreibungskritik: Papst Leo XIV. findet klare Worte
Papst Leo XIV. trat im Elysée-Palast und an der Pariser Unesco mit deutlichen Worten gegen Abtreibung und Sterbehilfe auf. Letztere hatte das französische Parlament erst kürzlich auf Initiative Präsident Macrons beschlossen, wie der «Bote der Urschweiz» berichtet.
Gleichzeitig wandte sich Papst Leo XIV. im Integrationszentrum Maison Bakhita klar für Migranten und Exilierte ein. Wie das «SRF» schreibt, setzte er sich für die Würde jedes Menschen ein und mahnte gesellschaftlichen Zusammenhalt an.
Der Herausgeber des Fachmagazins «Théopolitique», Jean-Pierre Denis, sagte, der Papst sei sehr bestimmt, aber auch ausgewogen. Und trotz seinem Lächeln sei er nie opportunistisch oder gefällig, so Denis laut dem «Bote der Urschweiz».
Macron im Hintergrund
Macron empfing Papst Leo XIV. zwar im Élysée-Palast und am Flughafen Orly, der Messe blieb er jedoch fern.

Wie das «SRF» berichtet, tat er dies ausdrücklich im Namen der französischen Laizität.
Der Besuch von Papst Leo XIV. wurde dennoch als wichtiges Symbol gewertet. Wie das «SRF» erklärt, ist es die erste offizielle Papstreise nach Frankreich seit dem Besuch Benedikts XVI. im Jahr 2008.















