Explosion

    Libanon will bei Explosion beschädigte Silos in Beirut abreissen

    AFP
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    Libanon,

    Die beschädigten Getreidesilos in Beirut sollen abgerissen werden. Die Silos würden ein Risiko für die öffentliche Sicherheit darstellen.

    Beirut
    Ein zerstörtes Silo in Beirut nach der Katastrophe. - afp

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Beirut sollen weitere Abrissarbeiten in Angriff genommen werden.
    • Die Regierung will die beschädigten Getreidesilos abreissen.
    • Wegen Regenfällen drohen derzeit zahlreiche Gebäude einzustürzen.

    Die libanesische Regierung will die bei der Explosionskatastrophe in Beirut beschädigten Getreidesilos abreissen.

    Grund sei eine erhöhte Einsturzgefahr, sagte der libanesische Wirtschaftsminister Raoul Nehme am Donnerstag. «Die Getreidesilos sind beschädigt und stellen ein Risiko für die öffentliche Sicherheit dar.»

    Es sei notwendig, die Silos abzureissen, um weitere Probleme zu vermeiden, fügte Nehme hinzu. Nach seinen Angaben wird die Armee die Abrissarbeiten ausführen, sie soll dabei von Experten unterstützen werden.

    Getreide muss entsorgt werden

    Dem Minister zufolge befanden sich vor der Explosionskatastrophe am 4. August rund 45'000 Tonnen Getreide in den Silos. Da Experten den Vorrat für nicht mehr verzehrbar hielten, sei geplant, das Getreide zu entsorgen.

    Three months after
    So sieht es drei Monate nach der Katastrophe in Beirut aus. - Keystone

    Die Vernichtung des Getreidevorrats löste im Libanon Sorgen aus, dass sich die Lebensmittelkrise im Land verschärfen könnte. Der Libanon deckt etwa 85 Prozent seines Nahrungsmittelbedarfs durch Importe ab. Aufgrund des von der Explosionskatastrophe verursachten Schadens hatte sich die Wirtschaftskrise im Libanon zusätzlich verschärft.

    Gebäude drohen wegen Regens einzustürzen

    Nehmes Ankündigung kommt inmitten von schweren Regenfällen in Beirut. Zahlreiche Gebäude, die bei den Explosionen beschädigt wurden, drohen derzeit wegen des Regens einzustürzen. Am Mittwoch fiel bereits ein leer stehendes Gebäude im Arbeiterviertel Karantina in sich zusammen.

    Durch die Explosionskatastrophe in Beirut vor rund drei Monaten waren mehr als 200 Menschen getötet worden. Mindestens 6500 weitere wurden verletzt. Zudem hatte die Explosion von rund 2750 Tonnen ungesichert gelagertem Ammoniumnitrat massive Zerstörungen in der libanesischen Hauptstadt angerichtet. Rund 300'000 Menschen wurden obdachlos.

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