Letzter Castor-Transport aus UK startet Richtung Deutschland
Der letzte Transport mit radioaktiven Abfällen aus der Aufarbeitungsanlage Sellafield in Grossbritannien ist auf dem Weg Richtung Deutschland.

Wie ein Sprecher der deutschen Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) mitteilte, stach das Schiff mit den verbliebenen Castor-Behältern am Mittwochabend in See. Der NDR hatte darüber berichtet.
Die Behälter sollen in den kommenden Tagen das stillgelegte Kernkraftwerk Brokdorf im norddeutschen Bundesland Schleswig-Holstein erreichen. Dort soll der Müll zwischengelagert werden, bis es einen Ort für die Endlagerung von hochradioaktivem Müll in Deutschland gibt. In welchem Hafen das Schiff anlegt, ist nicht bekannt.
Bei dem Atommüll handelt es sich um Überreste von Brennelementen aus deutschen Kernkraftwerken, die in England aufgearbeitet wurden. Deutschland hat sich völkerrechtlich zur Rücknahme dieses Mülls verpflichtet. Die Rückführung von Atommüll aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague wurde bereits 2024 abgeschlossen.
Das Bündnis «Castor-Stoppen» kündigte für kommenden Mittwoch (17. Juni) eine Mahnwache am S-Bahnhof Hamburg-Barmbek an. Auch an anderen Orten entlang einer möglichen Transportstrecke und am Kernkraftwerk Brunsbüttel seien Protestaktionen geplant.
«Solange für den bisher entstandenen Atommüll keinerlei tragfähiges Konzept zur dauerhaften Lagerung existiert, müssen Atomtransporte unterbleiben», erklärte eine Sprecherin des Bündnisses.










